Zecken - wo leben sie und warum sie so gefährlich sind

02.04.2016 10:55

Wie wir unsere geliebten Vierbeiner wirksam vor Zecken schützen

Endlich ist es wieder soweit, Vogelgezwitscher, ein strahlend-blauer Himmel und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, die uns nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern uns auch nach draußen in die Natur einladen. Sei es nun in den eigenen Garten, zu ausgedehnten Spaziergängen mit unseren vierbeinigen Lieblingen oder der nun heißbegehrte Platz unserer Samtpfoten in der Sonne. Der Frühling ist da!:) Ob nun Katzen-oder Hundeliebhaber- uns alle vereint doch die Liebe zu unseren Tieren und wir möchten sie unbeschwert genießen.

Doch es ist auch die Zeit der Zecken. Gerade mit Beginn des Frühlings bis in den Spätherbst hinein haben sie Hochsaison, sie lieben insbesondere ein feucht-warmes Klima. Diese blutsaugenden Ektoparasiten findet man praktisch überall, sie halten sich bevorzugt an Gräsern auf und lassen sich auf der Suche nach Nahrung bei Kontakt zur Katze oder Hund, nur noch ins Fell abstreifen. So bleiben leider die wenigsten vor ihnen verschont, weder der geheimnisvolle Kater bei seinen nächtlichen Streifzügen durch die Nachbarschaft, noch der vor Freude purzelbaumschlagende Hundewelpe beim Waldspaziergang. Grundsätzlich gilt auch hier: Vorbeugung ist besser, als ein leidendes, womöglich schwer erkranktes Tier, denn Zecken können Krankheiten übertragen.

Mikroskopische Aufnahme Zecke

Nähere Informationen zum Thema Zecken und übertragbare Krankheiten finden Sie sehr schön und ausführlich zusammengefasst unter folgenden Seiten:

Damit nun der verdienten Ruhe im Garten oder dem Familienausflug nichts mehr im Wege steht, haben sich zum Beispiel Halsbänder für Hunde und Antiparasitika zum Auftragen auf die Haut bei Katzen bewährt. Diese Mittel sollen den Zecken so gar nicht gefallen, und im besten Falle halten sie sich über einen längeren Zeitraum komplett fern. Doch auf ihrer Suche nach der nächsten Blutmahlzeit sind diese spinnenartigen Tiere sehr listig und reine Überlebenskünstler, so kann es also durchaus sein, dass unsere langhaarigen Stubentiger die lästigen Parasiten miteingeschleppt haben und diese sehr lange Zeit in unseren vier Wänden überleben. Da sie ebenfalls für uns Menschen gefährlich sein können, fühlen sich viele Besitzer bei dem Gedanken, diese Vampire nicht nur abzuschrecken sondern auch tatsächlich unschädlich zu machen, wohler. Dafür gibt es wiederum Produkte, welche die Parasiten abtöten.

Die wohl einfachste, sicherste und kostengünstigste Maßnahme ist sicherlich das Absuchen Ihres Lieblings nach jedem Aufenthalt im Freien!

Für Hunde gibt es die Borreliose-Impfung, welche meist in Risikogebieten (www.rki.de) empfohlen wird. Informationen erhalten Sie diesbezüglich natürlich bei Ihrem Tierarzt oder unter www.fli.de (Ständige Impfkommission Veterinärmedizin). Wir befürworten die individuelle Beratung bei Ihrem Tierarzt, damit Ihr Vierbeiner das für ihn beste Präparat erhält. So ist der Parasitenschutz zwischen Hund und Katze klar zu trennen, zum Teil sind bestimmte Präparate, welche für den Hund zugelassen sind, für die Katze hoch giftig.

Hat es nun doch eine Zecke geschafft, unseren Liebling zu stechen und sich festzusaugen, hilft nur eines: die Zecke so schnell wie möglich mit einer Pinzettenzange o.ä. hautnah an den Mundwerkzeugen zu fassen und kontrolliert gerade! herauszuziehen. Je eher die Zecke entfernt werden kann, desto geringer scheint die Ansteckungswahrscheinlichkeit übertragbarer Krankheiten. Bitte beträufeln Sie die Zecke nicht mit Öl oder sonstigen Flüssigkeiten, diese würden sie nur unnötig reizen. Die Zecke sollte möglichst vollständig entfernt werden. Bleiben Reste zurück, werden diese normalerweise mit der natürlichen Hautregeneration abgestoßen.

Falls Sie sich unsicher sind oder die Haut Entzündungszeichen, wie z.B. Rötung und Schwellung oder Ihr Tier bereits Krankheitssymptome jeglicher Art zeigt, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt, Sie werden bestimmt gerne von Ihrer Tierarztpraxis beraten und entsprechend betreut.

Checkliste zum Zecken Entfernen – in aller Kürze:

  • Pinzette oder Zeckenzange
  • Möglichst nah an Mundwerkzeugen greifen
  • Gerade herausziehen
  • Achtung: Keine Quetschung
  • Kopf ebenfalls entfernen
  • Desinfektion der betroffenen Stelle
  • Bei später auftretenden Symptomen: Tierarzt kontaktieren!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und vor allem zeckenfreie Zeit! Herzliche Grüße!

Autor dieses Artikels: Stephanie

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