Bedarfsgerechte Pferdefütterung

Ebenso umfangreich wie individuell gestaltet sich die bedarfsgerechte Fütterung. Sie richtet sich insbesondere nach dem Nährstoffbedarf des Pferdes, weitere Faktoren wie der Gesundheitszustand und das Alter Ihres Lieblings kommen hinzu. So gibt es zum Beispiel besonders bei der Pferdefütterung bei Mauke einiges zu beachten. Aber auch zahlreiche andere Faktoren spielen für bedarfgerechte Ernährung eine gorße Rolle. Und diese werden wir in diesem Artikel erklären und Tipps für die Pferdefütterung im eigenen Stall geben. 

Was für Pferdefutter gibt es, und wieso sollte Öl zum Pferdefutter gegeben werden?

Das Angebot ist entsprechend groß und somit können bestimmte Bedürfnisse des Pferdes berücksichtigt werden. So liegt es auf der Hand, dass eine trächtige Stute einen anderen Bedarf aufweist um ihr Fohlen mitzuversorgen, als das ältere, womöglich chronisch erkrankte Pferd in seinem wohlverdienten Rentnerdasein. Ebenso muss dem Sportpferd, welches entsprechende Leistungen vollbringen soll, Rechnung getragen werden.

Prinzipiell unterscheiden wir folgende Futterarten bei der Pferdefütterung:

  • Raufutter (wie z.B. Heu, Stroh, Gras, Silage)
  • Kraftfutter (wie z.B. Hafer, Mais, Gerste oder Müslis)
  • Saftfutter (beispielsweise Rüben)
  • Ergänzungsfutter (Kräuter, Spurenelemente, Mineralien, Vitamine, Öle)

Pferde bedarfsgerechtes Futter

Die Empfehlung der Experten lautet, Pferde sollten artgerecht mehrere Stunden am Tag mit Fressen verbringen können, aus medizinischer Sicht sollte der Magen-Darm-Trakt des Pferdes nicht länger als fünf bis sechs Stunden ruhen. Im Idealfall beträgt eine Fresspause vier Stunden. Zuerst sollte Raufutter und im Anschluss Kraft-und Zusatzfutter wie z.B. Saftfutter bestehend aus Rüben oder Äpfeln, gefüttert werden. Insbesondere die Menge des Kraftfutters richtet sich nach der Leistung, die ein Pferd vollbringen muss. Dabei ist die Regelmäßigkeit zu einer bestimmten Uhrzeit für unsere Pferde sehr wichtig. Ein ausreichendes Raufutterangebot in bester Qualität ist notwendig (schimmelfrei, staubarm).

Raufutter wird häufig auch als Grundfutter bezeichnet. Aufgrund des hohen Rohfasergehaltes sorgt es für eine langsamere Futteraufnahme, einer erhöhten Kautätigkeit sowie Speichelproduktion, und somit für eine gute Verdauung des Pferdes. Des Weiteren kann die bedarfsgerechte Gabe von Vitaminen in Verbindung mit essentiellen Fettsäuren (Öl), Mineralien-und Spurenelementen, einem Mangel vorbeugen. So wurde insbesondere zu Zeiten des Fellwechsels (Lesen Sie auch: Fellwechsel) ein erhöhter Bedarf an Spurenelementen wie z.B. Zink festgestellt.

Essentielle Fettsäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden, der Körper kann sie nicht selber herstellen. Sehr beliebt unter Pferdebesitzern ist die Gabe von Lebertran.

Um den genauen Bedarf festzustellen kann eine Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden und ggf. eine Blutbildanalyse durchgeführt werden. Zusätzlich müssen insbesondere bei älteren Pferden die Zähne regelmäßig kontrolliert werden, nur so können die Nährstoffe entsprechend aufgenommen und Verdauungsproblemen langfristig vorgebeugt werden. Die regelmäßige Entwurmung des Pferdes ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil. Zudem kann es notwendig sein, die Weidezeiten wegen des hohen Eiweiß- und Fruktangehaltes zu begrenzen.