Zecken

Zecken gehören zu den Ektoparasiten und können somit für infektiöse Hauterkrankungen des Pferdes verantwortlich sein.

Gehört Ihr Vierbeiner zu den glücklichen Pferden, die im Sommer die Weidezeit genießen dürfen, werden Sie es bestimmt schon erlebt haben; eine Zecke hat sich in die Haut Ihres Lieblings gegraben. Warum die Zecke möglichst schnell entfernt werden sollte und was dabei zu beachten ist, lesen Sie in unserem Beitrag

Zecke in mikroskopischer Aufnahme

Häufigste Zeckenart in Deutschland: Holzbock (Ixodes ricinus; gehört zur Familie der Schildzecken)

Entwicklung:

  • Larve
  • Nymphe
  • Adulte (erwachsene) Zecke

Lebensraum & Folgen des Zeckenbisses

Zecken halten sich bevorzugt im Gras, Unterholz, Büschen und in der Nähe von Wäldern auf. Zecken leben in Bodenhöhe. Ausgewachsene Tiere können zwar klettern, aber entgegen weitverbreiteter Annahmen, fallen oder springen sie nicht von Bäumen. Tiere streifen die Parasiten eher von Gräsern oder Sträuchern ab. Überwiegend befallen die jungen Tiere den Kopfbereich und Kronsaum des Pferdes. Eine feucht-warme Witterung lieben sie besonders. Der Hauptgrund für den Zeckenbiss (überwiegend der Weibchen, die Männchen saugen eher kein oder wenn nur eine kleine Menge) ist das Blut des Wirtes, in diesem Fall des Pferdes. Ein direkter Kontakt ist also notwendig. Wichtig ist die Entfernung der Zecke, denn der Biss kann Krankheitserreger, wie Babesien, Borrelien und Rickettsien übertragen und sollte daher möglichst schnell entfernt werden. Zu beachten sind die geographischen Unterschiede. Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Die gefährlichen Bakterien werden beim Saugen des Blutes, durch den Speichel der Zecke, in die Haut des Pferdes übertragen. Für viele Pferdebesitzer ein Segen: hier gibt es seit kurzem eine Impfung!

Das sollten Sie beim Herausziehen beachten

Mit einer Pinzette oder Zeckenzange greift man die Zecke möglichst nah an ihren Mundwerkzeugen und zieht sie gerade! heraus. Der vollgesogene Körper sollte nicht gequetscht werden. Nach Möglichkeit entfernt man die Zecke komplett mit Kopf, um eine anschließende Entzündung zu vermeiden. Des Weiteren lautet die Empfehlung die Parasiten nicht mit irgendwelchen Flüssigkeiten, Ölen etc. zu beträufeln, dieses könnte sie nur unnötig reizen. Zum Schluss wird die Stelle zum Beispiel mit Betaisodona desinfiziert.

Lediglich Krankheitssymptome, die ein paar Tage später auftreten, wie z.B. Fieber oder Fressunlust sollten Ihrem Tierarzt in Verbindung mit dem Zeckenbiss mitgeteilt werden. Zum Teil entstehen Entzündungsreaktionen an der Stichstelle, diese sind aufgrund des Fells schlechter zu sehen, als bei uns Menschen.

Checkliste zum Zecken Entfernen:

  • Pinzette oder Zeckenzange
  • Möglichst nah an Mundwerkzeugen greifen
  • Gerade herausziehen
  • Achtung: Keine Quetschung
  • Kopf ebenfalls entfernen
  • Desinfektion der betroffenen Stelle
  • Bei später auftretenden Symptomen: Tierarzt kontaktieren!