Sonnenbrand beim Pferd: Symptome erkennen & Ursachen vorbeugen

Auch Pferde können Sonnenbrand bekommen! Besonders im Hochsommer, wenn die Sonneneinstrahlung sehr intensiv ist, sind viele Pferde betroffen. Häufig wird der Sonnenbrand beim Pferd nicht erkannt, weil das Fell die verbrannte Haut überdeckt oder die irritierte Haut als Ausschlag eingestuft wird. Daher ist es wichtig, die Ursachen und Symptome von Sonnenbrand zu kennen, um diesen vorbeugen zu können.

Sonnenbrand auf Pferdenase

Ursachen - Wie entsteht Sonnenbrand beim Pferd?

Das Licht der Sonne besteht unter anderem aus ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) im Wellenlängenbereich von 100 nm bis 400 nm (nm=Nanometer). Die Ursache für Sonnenbrand ist der kurzwellige Anteil der UV-Strahlung, auch UV-B-Strahlung genannt, im Wellenlängenbereich von 280 nm bis 315 nm. Die Intensität der UV-B-Strahlung ist abhängig von vielen Faktoren. Dazu gehören Jahres- und Tageszeit, reflektierende Oberflächen, die Entfernung zum Äquator und die Höhe des Aufenthaltsortes über dem Meeresspiegel. Aus diesem Grund kann die UVB-Strahlungsintensität je nach Zeit, Ort und Umgebung stark variieren. So ist zum Beispiel die Intensität im Sommer höher, als die im Winter. Zur Mittagszeit kann sie außerdem um die 150 mal stärker sein, als in den frühen Morgenstunden.

Am höchsten ist die Intensität der UV-B-Strahlung demnach am Mittag, während der Sommermonate, nahe am Äquator, in hoher Lage und in der Nähe von stark reflektierenden Oberflächen, wie Wasser und Sand oder auch Schnee. Auch an bewölkten Tagen, dringt ein großer Anteil der UV-B-Strahlen bis auf die Erdoberfläche durch. Wolken können unter bestimmten Bedingungen die Intensität der Strahlung sogar erhöhen. Deswegen ist auch bei einer Wolkendecke am Himmel ein ausreichender Sonnenschutz notwendig.

Doch was passiert beim Sonnenbrand überhaupt mit der Haut?

Wenn zu viel der energiereiche, kurzwellige UV-B-Strahlung auf und in die Oberhaut (Epidermis) gelangt, werden die Hautzellen dort beschädigt und Entzündungsreaktionen ausgelöst. Durch die Freisetzung von Botenstoffen werden die Blutgefäße geweitet, was zu einer Rötung der Haut führt. Bei einer starken Verbrennung durch UV-B-Strahlen steigt das Risiko von Hautkrebs und langfristigen Schäden der oberen Hautzellen.

Welche Stellen sind besonders gefährdet?

Besonders empfindlich gegenüber Sonne sind beim Pferd schwach pigmentierten Hautareale mit geringer Haardichte. Dazu gehören vor allem die Bereiche rund um die Nüstern und um die Augenpartie, sowie auf der Stirn. Des Weiteren können auch der Rücken, die Kruppe, der Schweifansatz und die Fesselbeuge gefährdet sein.

Übrigens: Schimmel müssen nicht zwangsläufig stärker gefährdet sein als Rappen oder Braune. Ihre Haut ist unter dem weißen Fell oft stark pigmentiert und fast schwarz. Nur an den Stellen, wo sie als Fohlen Abzeichen aufwiesen, ist die Haut rosa.

Es gibt einige Rassen, bei denen Pferde mit vollständig heller, rosafarbener Haut vorkommen. Diesen Pferden wurde das sogenannte Cream-Gen doppelt vererbt. Sie werden oft für Albinos gehalten, obwohl sie blaue Augen haben. Die Bezeichnungen für diese Pferde sind Cremello, Perlino und Smokey Cream. Durch die helle Haut neigen diese Pferde sehr dazu, einen Sonnenbrand zu bekommen.

Symptome - Wie äußert sich Sonnenbrand beim Pferd?

Je nach Empfindlichkeit der Haut, der Intensität der Sonnenstrahlung und der Länge des Aufenthaltes in der Sonne, kann die Verbrennung der Pferdehaut unterschiedlich stark ausfallen. Bei der Dermatitis solaris (Sonnenbrand) kommt es, anders als bei einer thermischen Verbrennung durch starke Hitzeeinwirkung, erst nach 3-5 Stunden zur Bildung eines Erythems. Dieses erreicht nach 12-24 Stunden sein Maximum. Die Schwere der Verbrennung wird in 3 Stufen eingeteilt:

1. Grad: Bezeichnet einen leichten Sonnenbrand mit leichter Rötung der Haut, die dennoch schon sehr schmerzhaft ist.

2. Grad: Die verbrannte Haut bildet Blasen und weist eine starke Rötung auf. Die Untersuchung durch einen Tierarzt ist hier ratsam.

3. Grad: Der höchste Grad eines Sonnenbrandes ist gefährlich und bedarf in jedem Fall einer ärztlichen Behandlung. Die Haut ist großflächig zerstört und löst sich ab. Die Folge können schwere Entzündungen und Fieber sein.

Beim Pferd treten gerötete Hautstellen durch einen Sonnenbrand vermehrt an schwach pigmentierten und wenig behaarten Stellen auf. Dazu gehört unter anderem der Bereich um die Nüstern, um die Augenpartie und auf der Stirn.

Sonnenschutz-Schaum für Pferde

Vorbeugung – Wie kann Sonnenbrand beim Pferd verhindert werden?

Um das Pferd vor einem Sonnenbrand zu schützen, ist es in jedem Fall ratsam ausreichend Schattenplätze auf der Weide zur Verfügung zu stellen, um den Kontakt mit direkter Sonneneinstrahlung zu Vermeiden. Ist das Pferd der Sonne ausgesetzt, gibt es feinmaschige Netze, die am Halfter befestigt werden, um zumindest die Nase des Tieres etwas vor der Sonne zu schützen. Diese Netze haben jedoch meist keinen hohen UV-Schutz und werden nicht von allen Pferden akzeptiert.

Für einen ausreichend hohen Sonnenschutz empfiehlt es sich daher, auf ein Sonnenschutzmittel für Pferde zurückzugreifen. Diese sollten frei von Duft- und Konservierungsmitteln, sowie Fetten sein. Dadurch werden die empfindlichen Pferdenasen nicht zusätzlich gereizt und das Fell nicht verklebt. Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Ekwi Sun Sonnenschutz-Schaum.

Ekwi Sun bietet effektiven Sofortschutz bei intensiver Sonneneinstrahlung. Durch die schaumige Konsistenz, die sich beim Verteilen verflüssigt, lässt sich Ekwi Sun leicht verteilen und gelangt schnell auf die Haut ohne das Fell zu verkleben. Die milde Pflegerezeptur ist auch für sensible Haut geeignet. Bereits leicht durch Sonne irritierte Hautareale werden gekühlt und mit Feuchtigkeit versorgt, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Was sagt der Lichtschutzfaktor über die Schutzleistung aus?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger ein Aufenthalt in der Sonne möglich ist, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als ohne einen Sonnenschutz. Dafür wird die individuelle Eigenschutzzeit der Haut mit dem LSF multipliziert. Beträgt die Eigenschutzzeit eines Pferdes 30 Minuten, so gewährleistet Ekwi Sun mit einem LSF von 15 einen Sonnenschutz von bis zu 7,5 Stunden: 30min x 15 = 450 min =7,5 Std. Die Höhe des Lichtschutzfaktors hat dabei kaum einen Einfluss auf die Höhe des Sonnenschutzes gegen UV-B-Strahlen:

Verhältnis von Lichtschutzfaktor zu geblockter UV-B-Strahlung

Quelle: http://www.dermaviduals.de/deutsch/haut-fragen/frage---antwort/welchen-sonnenschutzfaktor-spf-benoetigt-meine-haut.html

Ein hoher LSF bringt nur eine minimal höhere Schutzleistung für UV-B-Strahlung. Mit der Verdopplung des Lichtschutzfaktors, ist zudem auch immer eine Verdopplung der Lichtschutzfilter-Konzentration verbunden und kann zu Hautreizungen führen. Daher ist die Nutzung von Sonnenschutzmitteln mit niedrigerem LSF hautschonender und bietet trotzdem eine hohe und effektive Schutzleistung vor Sonnenbrand.

Behandlung und Pflege bei Sonnenbrand

Bei bereits durch Sonne irritierten, geröteten Hautarealen stehen die Kühlung der Haut und die Vermeidung von weiterem Kontakt mit direkter Sonneneinstrahlung im Vordergrund. Bringen Sie das Pferd in den Schatten und bieten Sie ausreichend Wasser zum Trinken an, da das Pferd bei einem Sonnenbrand einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf aufweist.

Die Kühlung der Haut kann mit sauberem, fließendem Leitungswasser oder feuchten Umschlägen erfolgen. Die Nutzung von Eis oder kalten Kühl-Packs aus dem Gefrierschrank sollte jedoch vermieden werden! Der Haut kann sonst eine Kälteschädigung drohen!

Neben der Kühlung ist die Unterstützung der Regeneration der Haut wichtig. Fetthaltige Präparate sollten hier nicht eingesetzt werden, da sie die Wärmeabgabe der verbrannten Haut behindern und die Entzündungsreaktionen verstärken können. Stattdessen hat sich der Einsatz von Dexpanthenol (auch Provitamin B5 oder Panthenol genannt) bewährt. Dexpanthenol wird seit vielen Jahren zur unterstützenden Therapie bei oberflächlichen Wunden und zur Förderung der natürlichen Schutzfunktion der Haut eingesetzt. Durch die wasserbindenden Eigenschaften wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und wohltuend gepflegt.

Unser Sonnenschutz-Schaum Ekwi Sun enthält wertvolles Dexpanthenol und ist durch seine milde Pflegeformel auch für sensible und bereits durch Sonne irritierte und gerötete Haut geeignet.
Ekwi Sun kühlt die verbrannten Hautareale, spendet langanhaltende Feuchtigkeit und unterstützt die Regeneration wunder Haut. Der Schaum bildet keinen Fettfilm und ist frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen.

Pferd sonnt sich