Mit dem Pferd in die Natur – Ein entspannter Start in die Ausrittsaison

10.05.2017 09:00

Sobald die Sonne wieder scheint und die Temperaturen steigen, lockt es viele Reiter ins Freie. Raus aus dem tristen Hallengrau und ab in die Natur. Damit der erste Ausritt ins Gelände für Reiter und Pferd entspannt abläuft, hilft es, sich im Vorwege einige Gedanken zu machen.

Reitergruppe beim Ausritt

Vorbereitungen für den Ausritt

Da einige Reiter während der kalten Wintermonate keinen Ritt im Freien wagen, ist die Umstellung im Frühjahr von der Reithalle zum Gelände für manche Pferde besonders spannend. Plötzlich sind sie wieder von hunderten, äußeren Reizen umgeben und sollen trotzdem brav und gelassen bleiben.

Um Ihrem Pferd die Umstellung vom Hallentraining zum Reiten im Freien etwas leichter zu machen, ist es wichtig, dass auch in der Wintersaison Wert auf Dressurarbeit gelegt wird. Besonders im Gelände wird sich dies bezahlt machen, da Sie das Pferd in jeder Situation an den Hilfen haben müssen, ohne den Leitschutz einer Bande oder eines Zauns. Auch Gelassenheitstraining mit kleinen Hindernissen, Wasser, Planen, Treckern und Hunden, eben alles was Ihnen im Gelände begegnen kann, hat sich bewährt. Versuchen Sie auch in der Halle das Training stets abwechslungsreich zu gestalten um Ihr Pferd zu fördern und auszulasten.

Geht es dann hinaus ins Freie, ist es ratsam zunächst erst einmal auf dem Außenreitplatz zu reiten. Gewöhnen Sie Ihren vierbeinigen Partner langsam an die neuen Eindrücke und starten Sie nicht gleich zu einer großen Runde im Gelände.

Was brauche ich für einen Ausritt?

Das wichtigste Utensil für einen sicheren Ausritt ist in jedem Fall der Reithelm. Dieser sollte sowieso immer Pflicht sein. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich mit einer Sicherheitsreitweste zu schützen. Neben diesen Dingen ist der einwandfreie Zustand von Trense und Sattel essentiell. Sie dürfen kein Potenzial bieten an Ästen und Büschen hängen zu bleiben. Deshalb sollte auch von Ausbindern beim Ausreiten Abstand genommen werden. Sie behindern außerdem das Tier sich bei unwegsamen Bodenverhältnissen optimal auszubalancieren.

Weitere wichtige Bestandteile der Ausrüstung sind zum einen ein Hufkratzer, um eingetretene Steine aus dem Huf entfernen zu können, zum anderen ein Handy, um in Notsituationen Hilfe herbeiholen zu können. Am besten informieren Sie vor dem Ausritt auch eine Person über das geplante Ziel und Dauer des Ritts.

Wenn Sie wissen, dass zum Ende des Ritts bereits weniger Tageslicht vorherrschen könnte, ist für eine ausreichende Sichtbarkeit von Ihnen und Ihrem Pferd zu sorgen. Dafür gibt es diverse reflektierende oder leuchtende Ausrüstung in Form von Leuchtgamaschen, Leuchtwesten oder Helmlampen.

Neben der Ausrüstung, sollte auch ein ausreichender Versicherungsschutz gewährleistet sein. Eine Haftpflichtversicherung für Pferde ist generell notwendig!

Sonnenbrand beim Pferd

Auch Pferde können einen Sonnenbrand bekommen! Dieser tritt vor allem im Bereich der Nüstern, auf der Stirn und um die Augenpartie auf. Deshalb ist es besonders bei längeren Ausritten ratsam, seinen vierbeinigen Partner mit einer speziellen Sonnencreme für Pferde zu schützen.
Der Ekwi Sun Sonnenschutz-Schaum lässt sich leicht auftragen und kann durch die handliche Größe auch bequem beim Ausreiten mitgeführt werden. Ein effektiver Sonnenschutz sollte bei jedem Ritt im Freien ein essentieller Bestandteil sein!

Was muss ich beim Ausreiten beachten?

Allgemein gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Besonders bei unbekanntem Gelände ist vorsichtiges und vorausschauendes Reiten wichtig. Passen Sie Ihr Tempo und die Strecke dem Boden und der Kondition Ihres Pferdes an. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Reiter, Fußgänger, Radfahrer und anderen Verkehrsteilnehmern. Ein rücksichtsvoller Umgang mit seinen Mitmenschen ist das A und O!

Sollte Ihr Pferd eher zu der ängstlichen Sorte gehören, empfiehlt es sich besonders in der Anfangsphase einen weiteren Reiter mit einem erfahrenen, ruhigen Pferd als Begleiter mitzunehmen. Das vermittelt Sicherheit und fördert das Vertrauen. Ihr Pferd wird nur in behutsamen Schritten zu einem sicheren Partner im Gelände. Deswegen ist die Devise stets zu loben, wenn es eine vermeintliche Angstsituation gut gemeistert hat.

Tipp: Vermeiden Sie im Gelände routinemäßiges Galoppieren an den gleichen Streckenabschnitten. Besonders auf dem Weg nach Hause ist die Gefahr dann groß, dass Ihr Pferd eigenständig die Gangart wechselt und sich ungewollt selbstständig macht. Versuchen Sie deshalb auch den Ausritt abwechslungsreich zu gestalten.

Regeln im Gelände

Um zu den ausgewiesenen Reitwegen zu gelangen, lässt es sich oftmals nicht vermeiden, ein Stück des Weges im öffentlichen Straßenverkehr zurückzulegen. In diesem Fall unterliegen Reiter genau wie andere Verkehrsteilnehmer dem Straßenverkehrsgesetz (SVG).

Auch im Gelände gibt es einige Gebote, die es zu beachten gilt. Grundsätzlich ist das Reiten dort nur auf ausgewiesenen Reitwegen gestattet, um Flora und Fauna zu schützen. Für viele Gebiete gibt es dazu nützliche Reitwegekarten. Private Wiesen und Felder, dürfen nur mit Erlaubnis des Eigentümers überquert werden.

Die wichtigsten Grundregeln sind als 12 Gebote für das Reiten im Gelände auf der Seite www.pferd-aktuell.de/breitensport/ausreiten-und-fahren noch einmal zusammengefasst.

Autor dieses Artikels: Johanna

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