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10 Tipps für ein entspanntes Pferd an Silvester

17.12.2019 08:24

Pferde sind Fluchttiere und reagieren auf unbekannte Situationen daher schnell mit Panik und Flucht. Aus diesem Grund kann Silvester für Pferdehalter eine echte Herausforderung darstellen. Um bei Pferden den Stress zu reduzieren und den Jahreswechsel so zu erleichtern, gibt es hier einige Tipps für euch!

Pferd vor einem Feuerwerk

1.) Mit den Nachbarn sprechen

Viele Nicht-Tierleute wissen manchmal gar nicht, welchen Stress die Silvesterknaller bei Pferden (und bei allen anderen Tieren natürlich auch) auslösen können. Aus diesem Grund ist es ratsam mit den Nachbarn zu sprechen und ihnen dieses Problem bewusst zu machen. Auch wenn sie auf Silvesterraketen und Co. nicht ganz verzichtet wollen, könnte zumindest der Kompromiss geschlossen werden, dass die Knaller zur Stall oder Weide abgewandten Seite gezündet werden. Wenn die Raketen nicht direkt über den Pferden explodieren, sind diese schon weit weniger furchteinlösend.

2.) Umgebung die Sicherheit vermittelt

Die Umgebung die einem Pferd Sicherheit vermittelt ist nicht bei allen Tieren die Gleiche. Bei Pferden, die normalerweise ganzjährig draußen im Offenstall leben, ist es nicht immer sinnvoll sie über Silvester Aufzustallen. Ein Stall und die Trennung von ihrer Herde kann manchmal mehr Stress verursachen, als man denkt.

Die Stallhaltung über Silvester schützt jedoch davor, dass die Pferde panisch losrennen und im Dunklen den Zaun übersehen und sich verletzen. Ein weiterer Vorteil im Stall zudem, dass die Pferde besser vor den Geräuschen und Lichtblitzen abgeschottet werden können.

Bei einigen Pferden bewirkt das Abschotten vor den Lichtblitzen allerdings auch das Gegenteil: Sie können die Knallgeräusche nicht einordnen und die Ursache ausmachen. Manchmal ist es deswegen besser, die Pferde nicht vor den Lichtblitzen zu schützen.

Ob das Aufstallen in der Silvesternacht Sinn macht, ist deshalb nicht einfach zu beantworten, sondern hängt individuell vom Tier und der sonst gewohnten Haltung ab!

3.) Pferde vor Lichtblitzen und Geräuschen abschotten

Stellt man bei Punkt 2 fest, dass das Pferd im Stall besser aufgehoben ist, kann man durch das Abhängen der Fenster erreichen, dass die Tiere die Lichtblitze der gezündeten Raketen nicht wahrnehmen. Wenn das Stalllicht über Nacht an bleibt, wirken die Lichtblitze ebenfalls weniger grell.

Zum Übertönen der Knallgeräusche kann ein Radio aufgestellt werden. Eine andere Methode ist die Geräuschunterdrückung durch spezielle, fusselfreie Ohrenstöpsel für Pferde. Hier ist jedoch am nächsten Morgen auf eine sorgfältige Entfernung zu achten, damit nichts im Pferdeohr verbleibt!

4.) Geräusch-Desensibilisierung

Beim Gelassenheitstraining werden Pferde mit neuen Situationen konfrontiert und belohnt, wenn sie dabei ruhig bleiben. Dieses Training ist nicht nur mit visuellen Reizen, sondern auch mit Geräuschen möglich.

Damit Pferde sich von Raketen und Co. nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen, kann vor Silvester durch das Abspielen von Silvestergeräuschen eine gewisse Desensibilisierung erreicht werden.

Bei dieser Methode wird die Tonaufnahme zunächst nur leise abgespielt und die Lautstärke dann langsam gesteigert.

5.) Pferde strategisch zusammenstellen

Im Stall hilft es, besonders nervöse Pferde in der Silvesternacht (und eigentlich auch sonst) neben besonders ruhige Pferde zu stellen. Auch in der Herde auf der Weide wirken sich gelassene Tiere beruhigend auf die Ängstlichen aus.

6.) Ruhe ausstrahlen

Unser Verhalten überträgt sich aufs Pferd! Dies gilt nicht nur an Silvester, wird aber zu diesem Zeitpunkt mal wieder besonders wichtig.

Läuft der Mensch nervös auf und ab, ist hektisch in seinen Bewegungen und tüddelt mehr als sonst am Tier herum, wissen Pferde, dass etwas anders ist als sonst! Dies wiederum kann sich in Stress und Unruhe umwandeln.

Wenn also wie in Punkt 5 kein ruhiges Pferd als „Stresspuffer“ zur Verfügung steht, müssen wenigstens wir gelassen bleiben und dem Pferd so Sicherheit vermitteln.

7.) Futter

Eine sehr erfolgsversprechende Maßnahme ist die Bereitstellung von ausreichend Raufutter. Die Pferde sind beschäftigt und konzentrieren sich weniger auf das, was um sie herum passiert. Zudem wirken sich auch die Kaubewegungen beruhigend aus.

Auf die Fütterung von Kraftfutter, Äpfeln, Karotten und Co. sollte um Mitternacht allerdings lieber verzichtet werden, um das Risiko einer Schlundverstopfung nicht zu erhöhen, wenn sich die Tiere erschrecken sollten.

8.) Rutschgefahr minimieren

Zu Silvester sind Schnee und Eis keine Seltenheit. Hier ist bei Pferden, die den Jahreswechsel draußen verbringen darauf zu achten, dass keine Rutschgefahr besteht. Laufen die Tiere doch einmal panisch los, wenn die Knallerei losgeht, besteht sonst eine hohe Verletzungsgefahr!

9.) Sedierung

In seltenen Fällen kann es bei Pferden mit besonders dünnem Nervenkostüm sinnvoll sein, über eine Sedierung während der Silvesternacht nachzudenken. Dies sollte jedoch nur nach Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.

10.) Stabile Einzäunung

Wenn Pferde in Panik geraten und „kopflos“ werden, suchen sie meist die Flucht und rennen davon. Damit keine Pferde ausreißen, sollte immer (nicht nur an Silvester) auf eine stabile und intakte Umzäunung geachtet werden. Auch im Stall sind stabile Abtrennungen wichtig!

Achtung: Pferde, die in Panik geraten, sind manchmal unberechenbar! Deshalb sollte auch stets auf die eigene Sicherheit geachtet werden, damit man nicht aus Versehen umgerannt wird!

Neben all diesen Tipps ist es generell zu empfehlen an Silvester vor Ort zu sein, wenn man Tiere Zuhause hält. So können die Tiere im Auge behalten werden.

Gerade bei der Pferdehaltung, wo in unmittelbarer Umgebung Stroh und Heu lagert, besteht an Silvester erhöhte Brandgefahr. Es sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Silvesterrakete oder ähnliches in die Nähe des Raufutterlagers gelangen kann.

Da der Verkauf von Silvesterknallern bereits am 28.12. beginnt, sollten die Vorsichtsmaßnahmen gegebenenfalls bereits dann schon getroffen werden.

Autor dieses Artikels: Isabella

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