So werden Haarlinge bei Pferden behandelt

Behandlung des Haarlingsbefalls in der klassischen Schulmedizin

Haarlinge und Läuse beim Pferd sind mit bloßem Auge sichtbar. Im Zweifelsfall wird Ihr Veterinär eine mikroskopische Untersuchung (Tesafilmabklatschpräparat) durchführen, so kann die genaue Parasitenart bestimmt werden. Gegebenenfalls müssen Sie auch Infektionen, die mit dem Befall der Parasiten übertragen wurden, oder entstandene Sekundärinfektionen behandeln und therapieren. In schweren Fällen ist es zudem möglich, dass das Pferd bei einem Läusebefall an einer Anämie erkrankt und dadurch zusätzlich geschwächt wird. In der klassischen Schulmedizin werden Anti-Ektoparasitika und Insektizide (äußerliche Anwendung) zur Behandlung des Haarlingsbefalls eingesetzt. Nach rund 14 Tagen wiederholt man die Anwendung, da dann die Larven aus den gelegten Eiern der Haarlinge geschlüpft sind.

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Effektiv gegen Läuse und Haarlinge vorgehen

Haarlingen die Nahrungsgrundlage entziehen

Unsere Empfehlung ist die Behandlung des Fells und der betroffenen wunden Stellen, mit einem Pflegemittel, wie unserem Mittel gegen Haarlinge & Sommerekzem. Der noJuck noSchupp 2-Phasen Pflegekomplex hat sich als Pflegeprodukt bestens bei der Behandlung des Sommerekzems bewährt. Und die Erfahrung hat gezeigt, dass sich mit diesem Mittel auch der Haarlingsbefall bei Pferden sehr effektiv behandeln lässt. Durch die regelmäßige Anwendung, werden die Hautschuppen sanft abgelöst und können entfernt werden, am besten mit der Auskämmhilfe. Die Haut des Pferdes wird beruhigt und der Juckreiz nachweislich gelindert. So entziehen Sie den Haarlingen so die Nahrungsgrundlage. noJuck noSchupp enthält kein Kortison. Es kann auch neben einer medikamentösen Behandlung angewendet werden. 

Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle und Vorbeugung, denn mit einer Behandlung sind die Haarlinge nicht verschwunden. Zum einen haben sie Eier (Nissen) abgelegt aus denen Larven (Nymphen) schlüpfen, zum anderen kommen sie überall in der Natur und im Stall vor, so wie z.B. auch in Bandagen, den benutzten Bürsten für die Pferde, so wie Ihren Reitklamotten.

Das sagt die Tierärztin zur Behandlung von Haarlingen

Liebe Frau Dr. Butterweck, in Anbetracht der Herbst und Winterzeit möchte ich Ihnen gerne ein paar Fragen zum Thema Haarlingsbefall stellen.

Wieso häufen sich die Fälle zu dieser Jahreszeit?

Weil die Pferde in den Wintermonaten im Stall gehalten werden und aufgrund des feuchten Wetters.

Welche Pferde sind am ehesten betroffen? Die gängige Meinung ist, dass es vornehmlich immungeschwächte oder ungepflegte Tiere trifft?

Das ist prinzipiell richtig, dass eher Pferde betroffen sind, die schlecht gepflegt oder immungeschwächt sind. Allerdings kann auch bei einem hohen Infektionsdruck ein Pferd betroffen sein, welches gesund und gepflegt ist. Der Haarlingsbefall tritt v.a. in der Stallperiode und in größeren Pferdebeständen auf. Die Infektion erfolgt durch den Kontakt von Pferd zu Pferd.

Woran kann ich als Pferdebesitzer erkennen, dass mein Pferd unter Haarlingen leidet?

Die Haarlinge sind leicht zu erkennen. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar, ebenso die Nissen, welche an den Haarwurzeln kleben. Dafür muss das Haar gescheitelt werden. Außerdem leidet das Pferd an einem sehr starken Juckreiz, welcher zu blutigen Scheuerstellen führen kann.

Wie unterscheiden sich die Parasiten von Milben oder Läusen?

Milben befallen meist nur eine bestimmte Körperstelle, z.B. die Hinterbeine. Haarlinge verteilen sich schnell über den gesamten Körper. Außerdem sind Milben sehr viel kleiner, sie können nur unter einem Lichtmikroskop gesehen werden. Läuse und Haarlinge lassen sich nur anhand ihres Aussehens unterscheiden, da das klinische Bild sehr ähnlich ist.

Was ist bei der Behandlung zu beachten? Wie wichtig ist die Pflege(noJuck noSchupp 2-Phasen-Pflege-Komplex)? Was kann ich unterstützend für das Immunsystem meines Pferdes tun? Ihre persönlichen Erfahrungen/ Tipps und Tricks?

Die Behandlung erfolgt mit einem Antiparasitikum, wie z.B. Deltamethrin. Hierbei werden die adulten Haarlinge direkt abgetötet. Ebenso kann das Pferd mit einem Pflegeprodukt behandelt werden, wie z.B. noJuck noSchupp. Hierbei wird den Haarlingen ihre Ernährungsgrundlage entzogen. Unterstützend für das Immunsystem kann dem Pferd Zink zugefüttert werden.

Der Haarlingsbefall ist zwar lästig für die betroffenen Pferde, jedoch führt eine korrekt durchgeführte Behandlung in nahezu 100% aller Fälle zum Erfolg.

Nach welcher Zeit muss die Behandlung wiederholt werden und warum?

Bei der Behandlung mit einem Antiparasitikum muss aufgrund des fehlenden oviziden Effekts (d.h. die Eier werden nicht abgetötet) die Behandlung nach 10 – 14 Tagen wiederholt werden.

Müssen alle Pferde eines Bestandes behandelt werden?

Ja, es sollten alle Pferde eines Bestandes behandelt werden, da Haarlinge hochansteckend sind.

Können wir Menschen uns anstecken?

Nein, Haarlinge sind streng wirtsspezifisch.

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit!

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