Mauke beim Pferd behandeln

Nur eine intakte Haut mit einer stabilen Mikroflora stellt ein gutes Schutzschild gegenüber Umwelteinflüssen dar. Wenn die Haut gereizt wird und kleine Risse entstehen, können sich unerwünschte Bakterien stark vermehren und das Gleichgewicht der Mikroflora gerät aus den Fugen.

Aus diesem Grund beruht die Behandlung der Mauke auf zwei Punkten:

1. Ursachen erkennen und zukünftig vermeiden

2. Wiederherstellung einer positiven Bakterienflora

Pferd auf nassem, matschigen Paddock
Durch ständige Nässe wird die empfindliche Haut in der Fesselbeuge gereizt und das Risiko für Mauke erhöht.

Sind Pferde in Offenstallhaltung besonders gefährdet?

Besonders in den Herbst-/ Wintermonaten bringt es die Witterung in unseren Breitengraden mit sich, dass unsere Koppeln und Paddocks nun einmal nass, aufgeweicht und matschig sind. Verfechter des Offenstalls protestieren: „Das alleine verursacht noch keine Mauke.“

Tatsächlich ist es so, dass der Entzündung eine Hautreizung vorausgeht, bei der der natürliche Schutzschild der Haut verloren geht. Durch ständige Nässe wird die empfindliche Haut der Fesselbeuge zumindest aufgeweicht. Die Hinterbeine der Pferde sind häufiger betroffen. Weiße Fesseln stellen ebenfalls ein Risiko dar, da sie empfindlicher sind, zudem treten die Beschwerden üblicherweise beidseitig auf.

Mechanische Reize, Pflanzenschutzmittel, schlechte Haltungsbedingungen, wie z. B. unsaubere Einstreu, schädigen die empfindliche Haut zunehmend. Aber auch Faktoren, wie eiweiß- und stärkehaltige Ernährung, Mangelernährung, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Photosensibilität oder Stress, z.B. ausgelöst durch einen Stallwechsel, können die Entstehung von Mauke begünstigen.

Besonders häufig betroffen, sind Rassen, wie z.B. Friesen, Tinker und Kaltblüter. Aufgrund des starken Fesselbehangs können sich Schmutz und Feuchtigkeit besonders gut festsetzen.

Mehr zum Thema Ursachen und Symptome der Mauke lesen Sie hier.

Was sind die ersten Schritte bei der Behandlung der Mauke?

Um die Ausbreitung der Mauke zu stoppen und die Regeneration der Haut zu fördern, ist es wichtig, die ursächlichen Probleme abzustellen:

Als erstes muss verhindert werden, dass die Fesselbeuge weiterhin der Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Bei der Haltung auf sehr nassen Weiden, sollte über eine Lösung zur Trockenlegung des Bodens nachgedacht werden. Steht das Pferd in der Box, muss die Einstreu sauber und trocken gehalten werden, um eine weitere Reizung der Haut durch Feuchtigkeit, Kot und Urin zu verhindern. Regelmäßiges Misten und Abäppeln von Boxen, Paddocks und Weiden ist daher meist unerlässlich.

Gegebenenfalls sollte bei Mauke auch über die Anpassung der Fütterung nachgedacht werden. Ein Mangel an wichtigen Mineralien und Spurenelementen kann die Entstehung einer Mauke ebenso fördern, wie ein Überschuss an Eiweiß und Stärke. Mehr zum Thema Fütterungsempfehlung bei Mauke lesen Sie hier.

Bei Verdacht auf eine Sekundärinfektion mit Milben oder Hautpilz nimmt der Tierarzt ein Hautgeschabsel zur Untersuchung.

Da Mauke grundlegend als bakterielle Infektion zu verstehen ist, sollte bei der Behandlung der Fokus auf die Wiederherstellung einer gesunden Bakterienflora liegen.

Wird das Verhältnis der Mikroorganismen gestört und die Haut durch ständige Nässe oder kleine Risse geschädigt, können unerwünschte Bakterien eindringen und sich stark vermehren.

Überwiegen die schlechten Bakterien auf der bereits gereizten Haut, sind entzündliche Prozesse die Folge. Da die Haut nur im intakten Zustand und in Verbindung mit einer positiven Mikroflora ein Schutzschild gegenüber der Umwelt darstellt, ist es wichtig, das Gleichgewicht zugunsten der guten Bakterien wieder herzustellen.

Wie kann ich eine gesunde Bakterienflora herstellen?

Antibakterielle Präparate unterscheiden nicht zwischen guten und unerwünschten Bakterien. Alle vorhandenen Bakterien werden abgetötet, auch die Guten! Nach einiger Zeit wird die freie Fläche jedoch erneut mit unerwünschten Bakterien besiedelt und es entsteht wieder eine negative Mikroflora. Die Zahl der schädlichen Keime ist sogar noch größer, als vor der Desinfektion (=Desinfektions-Paradoxon).

Die enthaltenen probiotischen (guten) Bakterien in Maukclean® siedeln sich nach dem Aufsprühen auf der Haut an sorgen effektiv und dabei sanft dafür, dass wieder eine gesunde Mikroflora entsteht. Auf diese Weise reduzieren sie das durch schädliche Bakterien verursachte Risiko für Mauke.

Gleichzeitig werden die betroffenen Stellen getrocknet, da die probiotischen Bakterien einen hohen Feuchtigkeitsbedarf haben. Durch das regelmäßige Aufbringen von Probiotika bleibt die positive Mikroflora erhalten.

Ein weiterer Vorteil: Bei der Desinfektion besteht die Gefahr der Resistenzbildung. Dieses Problem entsteht bei der probiotischen Reinigung nicht!

Mehr zum Thema Bakterienflora, probiotische Bakterien und Desinfektions-Paradoxon lesen Sie hier.

Maukclean

Soll ich die Kruste bei Mauke entfernen?

Die übliche Vorgehensweise bei Mauke ist oft, die Kruste mit Wasser abzulösen, um anschließend ein hautpflegendes oder antibakterielles / desinfizierendes Produkt auftragen zu können. Diese Prozedur ist meist sehr schmerzhaft für das Pferd.

Das Ablösen der Krusten ist bei der Anwendung von Maukclean® nicht notwendig. Bei gründlicher und regelmäßiger Anwendung gelangen ausreichend probiotische Bakterien in die feinen Hautrisse.

Weiterführende Informationen: