Befall mit Haarlingen bei Katzen erkennen - Symptome & Diagnose

Was sind Haarlinge und wie erkenne ich Symptome bei Katzen?

Haarlingsbefall bei Katzen ist eine glücklicherweise seltene, aber sehr unangenehme Erkrankung mit Ektoparasiten. Der Fachbegriff lautet Parasitose. Haarlinge gehören zur Gattung der Kieferlaus und sind somit enge Verwandte der Läuse. Katzen werden von der Gattung Felicola subrostratus befallen - die einzige Lausart, die Katzen befällt. Im Gegensatz zu Läusen saugen Haarlinge jedoch kein Blut, sondern ernähren sich von Hautschuppen und anderen Ausscheidungen, wie Wundsekret. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar, ein optisches Unterscheidungsmerkmal von herkömmlichen Läusen ist der breitere Kopf. Weitere optische Merkmale sind der Rumpf, der breiter ist, als der Kopf. Markant ist außerdem die hellgelbe Farbe. Ihre Eier (Nissen) legen sie ins Fell der Katze, wo diese buchstäblich kleben bleiben. Die Eier sind ebenfalls sichtbar.

Katze Juckreiz bei Haarlingen

Symptome bei Haarlingsbefall der Katze

Ein typisches Anzeichen ist der starke Juckreiz. Die Bewegungen der Parasiten auf der Haut lösen Juckreiz aus und führen dazu, dass die Katze zunehmend unruhig wird. In der Folge kommt es bei den Tieren zu andauerndem Kratzen, Putzen, Schlecken und sich beknabbern. Das Fell verliert seinen Glanz und wirkt rau. Meist sind überwiegend der Kopf- und Rückenbereich der Tiere betroffen. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Haarausfall, Schuppen- und Krustenbildung, Kratzwunden und sogar Sekundärinfektionen kommen.

Diagnose Haarlinge: So erkennt der Tierarzt die Läuse

Erfahrene Tierärzte können die Haarlinge auf den ersten Blick erkennen, oder bei ähnlicher Symptomatik aber anderer Krankheitsursache eine weiterführende Diagnostik durchführen. Dazu untersucht der Arzt die von den Haarlingen befallenen Stellen im Fell der Katze. Katzenhaarlinge, können ebenso wie Hundehaarlinge, anhand ihres Aussehens identifiziert werden. Um jedoch jede Verwechslung auszuschließen, erfordert es eine mikroskopische Untersuchung. Dafür werden die Haarlinge zum Beispiel auf einem Klebeband befestigt, oder auf einer dunklen Unterlage. Auf diese Weise kann der zusätzliche Befall mit anderen Parasiten ggf. ausgeschlossen werden. Zur Untersuchung des Fells kommt ein Videootoskop zum Einsatz.

Wie ansteckend sind Haarlinge bei Katzen?

Haarlinge wechseln nicht wie z.B. Milben von Hund zur Katze oder umgekehrt, sondern sind streng wirtsspezifisch. Sie bleiben also entweder beim Hund oder bei der Katze. Innerhalb einer Rasse können sie natürlich übertragen werden. Dies erfolgt meist von Tier zu Tier. Die Ansteckung über Bürsten, Decken usw. ist eher selten, obgleich die Parasiten durchaus einige Zeit außerhalb ihres Wirtes überleben können. Kranke, schwache und alte Tiere mit einem geschwächten Immunsystem sind grundsätzlich eher betroffen. Im Winter fühlen sich Haarlinge in einem langen, dichten Haarkleid am wohlsten. Denn sie vermehren sich am liebsten im Fell ungepflegter, kranker oder hygienisch vernachlässigter Tiere. Doch auch hygienische und gesunde Katzen können infiziert werden.

Weiterführende Infos über die Vorbeugung und Behandlung der Haarlinge: