Geliebte Samtpfoten- wählerische Feinschmecker

30.01.2017 08:00

Der Frühling steht vor der Tür und viele Katzenbesitzer fragen sich, ob sie das Katzenfutter umstellen sollten. Haben unsere Samtpfoten in den wärmeren Monaten einen anderen Nährstoffverbrauch? Welches Katzenfutter ist empfehlenswert und wo genau liegen die Vor-oder Nachteile zwischen Nass-und Trockenfutter? Lesen Sie in unserem Beitrag, was Sie bei einer Futterumstellung unbedingt beachten sollten, damit Ihre Katze vital und gesund bleibt.

Katze in der Sonne

Unsere Stubentiger sind sehr wählerisch in ihrer Menüauswahl. Zudem bevorzugen sie das Futter, welches sie schon als Kitten bekommen haben. Das macht es umso schwerer, wenn man als Besitzer das Futter umstellen möchte. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, vielleicht ist man selber von einer anderen Futtersorte oder Zusammenstellung überzeugt worden oder der Tierarzt hat Erkrankungen des Tieres festgestellt, die bestimmtes Futter oder Diäten unerlässlich machen. Eines ist gewiss, eine Futterumstellung gelingt, wenn überhaupt, nur mit Geduld und Konsequenz. Bewährt hat sich das langsame Ausschleichen des bekannten Futters, indem das Neue portionsweise untergemischt wird und so über mehrere Tage hinweg langsam aber sicher die neue Mahlzeit ersetzt.

Wieviel Futter benötigen Katzen?

Der Nährstoffbedarf oder besser gesagt ein veränderter Bedarf, angepasst an die verschiedenen Jahreszeiten, ist ein umfangreiches Thema, das nicht so einfach zu beantworten ist. Es hängt von vielen Faktoren ab. Ist Ihre Katze ein Freigänger und streift im Sommer nächtelang auf Beutejagd durch die Nachbarschaft, kann es selbstverständlich sein, dass sich der Bedarf entsprechend der benötigten Energie ändert. Zudem muss aber auch berücksichtigt werden, dass ein Freigänger von uns Menschen nicht kontrollierbare Nahrung aufnehmen könnte. Wenn Sie Ihr Tier beobachten, werden Sie schnell feststellen, ob Nahrungsangebot, Gewicht und Zufriedenheit im Einklang stehen. Im Sommer sollte natürlich auf ein reichhaltiges Angebot an Flüssigkeit geachtet werden. Hierbei sind die Vorlieben der Katze ebenso vielfältig wie individuell. Grundsätzlich sollte Flüssigkeit und Nahrung aber nicht aus dem Kühlschrank angeboten werden, auch nicht bei steigender Außentemperatur. Wissenswertes und hilfreiche Tipps & Tricks zum Thema Trinkverhalten bei der Katze erfahren Sie im folgenden Beitrag: „Trinkverhalten bei Katzen

Weitere Faktoren wie Alter, Geschlecht und insbesondere Erkrankungen kommen hinzu. Ist die Katze sehr aktiv oder eher ruhig, ist das Tier kastriert oder möglicherweise trächtig? Wie sieht es mit der Kotbeschaffenheit aus und wurden bereits bei einer Blutuntersuchung Mängel festgestellt? Daher ist eine mögliche Bedarfsanalyse immer individuell zu sehen und sollte in Zusammenarbeit mit Ihnen und einem Experten erstellt werden. Unabhängig davon gibt es jedoch Empfehlungen, die aufgrund der Physiologie der Katze allgemein gültig sind.

Welches Katzenfutter ist das Beste?

Die Katze ist ein Fleischfresser und benötigt zum Überleben die wichtige Aminosäure Taurin. Das ist Fakt und dementsprechend sollten verantwortungsvolle Besitzer das Katzenfutter darauf abstimmen. Verlässt man sich auf das Urteil der Stiftung Warentest, wägt man sich in trügerischer Sicherheit, obwohl Aspekte, die einem möglicherweise sehr wichtig sind, gar nicht in die Bewertung miteinfließen oder schlichtweg keine Angaben gemacht werden. So kann ein vermeintlicher Testsieger zwar einen hohen Fleischanteil des Futters beinhalten, welches ausdrücklich gewünscht ist, doch wird gleichzeitig das Preis-Leistungsverhältnis mit ein 21 Cent gelobt. Dass dieses Fleisch somit keine hohe Qualität aufweisen kann, ist für den Betrachter zwar einleuchtend, jedoch auf den ersten Blick nicht unbedingt sichtbar. Teure und/oder Bioprodukte sind dagegen nicht automatisch besser. Durch zu hohe Vitaminanteile oder fehlende Nährstoffe stehen sie im Verdacht, Organschäden zu begünstigen. Für den Endverbraucher eine große Herausforderung. Schließlich möchte doch jeder nur das Beste für seinen Liebling!

Bei Erkrankungen Ihrer Katze wie beispielsweise Diabetes oder Nierenerkrankungen, können Sie in Absprache mit Ihrem Veterinär die benötigte Nahrung gezielt auf Ihre Katze abstimmen und sind so auf der sicheren Seite. Immer mehr findet das Barfen (frei übersetzt bedeutet es eine biologisch, artgerechte Rohfütterung) auch bei unseren Stubentigern Anwendung. Da Sie diese Nahrung meist selber herstellen, haben Sie auch die genaue Kontrolle, was drin ist. Rohfleisch in Verbindung mit notwendigen Supplementen, kann aber auch bei einem Anbieter Ihres Vertrauens bestellt und entsprechend eingefroren werden. Bei Fertigfutter bleibt nur die Kontrolle der Inhaltsstoffe, um das für sein Tier geeignete Futter herauszufinden. Dafür ist es wichtig, zu wissen, was eine Katze überhaupt benötigt und welche Inhaltsstoffe eher schädlich sind.

Das würde Ihre Katze bestellen:

  • In der Nahrung sollten vornehmlich Fleisch und hochwertige tierische Nebenerzeugnisse enthalten sein, natürlich roh.
  • Einige Katzen lieben rohen Fisch.
  • Zur optimalen Nährstoffverwertung benötigt die Katze Fette/ hochwertige Öle.
  • Der pflanzliche Anteil (Ballaststoffe) sollte nur bei ca. 5% liegen.
  • Für Katzen ist die Aminosäure Taurin essentiell und muss, je nach Futtervariante, gegebenenfalls zusätzlich verabreicht werden.
  • Zur Reinigung von Magen und Darm benötigen Katzen Grasfasern. Durch das Putzen können aufgenommene Haare so besser verdaut oder der Mageninhalt gereinigt werden. Hauskatzen kann Katzengras oder Katzenminze angeboten werden.
Katze mit Maus im Mund

Dementsprechend sind die ganzen Zusätze wie beispielsweise Getreide, Zucker und andere Konservierungsstoffe und Zusätze nicht nur unnötig, sondern können auch gesundheitsschädlich sein.

Für die Variante Nassfutter vs. Trockenfutter spricht eindeutig der Flüssigkeitsanteil, welcher im Nassfutter deutlich höher und verwertbarer für die Katze ist.

Bei meinen Recherchen bin ich u.a. auf die Seiten von Anika Abel gestoßen und habe mir erlaubt, diese als Quellen für meinen Bericht zu beziehen. Ihre Berichte sind sehr aufschlussreich und qualitativ hochwertig. Wenn Sie detailliertere Informationen wünschen und keine Scheu vor Informationen haben, die Sie zum Umdenken in Ihrer Katzenfütterung bewegen, dann möchte ich Ihnen folgende Seite ans Herz legen: Haustieger.info

Weitere Quellenangaben und weiterführende Informationen:

  • http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article125277028/Stiftung-Warentest-Das-beste-Katzenfutter-kostet-nur-21-Cent.html
  • http://www.dr-ziegler.eu/de/die-praxis-13/die-richtige-ernaehrung-fuer-ihre-katze-103/
  • https://www.vergleich.org/katzenfutter/trockenfutter/
  • https://www.vergleich.org/katzenfutter/nassfutter/
Autor dieses Artikels: Stephanie

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