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Übergewicht bei Katzen – wenn Stubentiger auf Diät müssen

23.12.2019 11:00

Übergewicht oder gar Fettleibigkeit (Adipositas) kann bei einer Katze nicht nur die Beweglichkeit einschränken, sondern auch zu Folgeerkrankungen führen. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Kontrolle des Körpergewichtes ein wichtiger Punkt.

dicke Katze

Ab wann gilt eine Katze als übergewichtig?

Eine Katze deren tatsächliches Körpergewicht 15-20% über ihrem Idealgewicht liegt, gilt als übergewichtig. Sind es 30% oder mehr, gilt die Katze als fettleibig (adipös).

Ob eine Katze Übergewicht hat, hängt demnach davon ab, wie weit ihr tatsächliches Körpergewicht über ihrem Idealgewicht liegt. Derzeit gibt es jedoch keine verlässliche Formel zur Berechnung des Idealgewichtes einer Katze. Die vielen verschiedenen Katzenrassen, deren Körperbau von zierlich bis imposant reichen, sowie die individuellen Unterschiede, erschweren die genaue Bestimmung. So darf ein groß gewachsenes Tier, wie beispielsweise eine Maine Coon, deutlich mehr wiegen als eine kleine, zierliche Siamkatze, ohne dass sie als übergewichtig gilt. Deshalb sind Tabellen mit Angaben zu den durchschnittlichen Idealgewichten von verschiedenen Katzenrassen nicht immer hilfreich.

Aus diesem Grund findet bei Katzen das System des Body Condition Score (BCS) seine Anwendung. Hierbei wird jede Katze individuell betrachtet und in eine der fünf Kategorien eingeordnet:

BCS 1 (Starkes Untergewicht): Die Katze ist sehr mager. Rippen, Rückenwirbel und Beckenknochen sind deutlich sichtbar (bei Kurzhaarkatzen) und die Taille ist sehr schmal. Es ist ein deutlicher Verlust der Muskelmasse vorhanden. Auf dem Brustkorb ist keine Fettschicht zu fühlen. Die Bauchlinie ist sehr stark eingezogen.

BCS 2 (Untergewicht): Die Katze ist dünn. Ihre Rippen sind sichtbar (bei Kurzhaarkatzen). Die Taille ist deutlich zu erkennen. Es ist kaum Bauchfett vorhanden und auf dem Brustkorb ist nur eine sehr dünne Fettschicht zu fühlen.

BCS 3 (Idealgewicht): Die Katze hat gute Proportionen. Die Rippen sind nicht sichtbar, aber problemlos unter einer dünnen Fettschicht zu fühlen. Die Katze hat eine sichtbare Taille. Auf dem Brustkorb ist eine dünne Fettschicht zu fühlen. Es ist wenig Bauchfett vorhanden.

BCS 4 (Übergewicht): Die Rippen unter dem Fett sind schwer zu ertasten. Die Taille ist kaum auszumachen. Der Bauchumfang ist vergrößert. Auf dem Brustkorb, dem Rückgrat und am Schwanzansatz ist eine Fettgewebeschicht fühlbar.

BCS 5 (Fettleibigkeit): Die Rippen unter der dicken Fettschicht sind nur noch mit großer Mühe oder gar nicht mehr zu ertasten. Die Katze hat keine erkennbare Taille. Der Bauchumfang ist massiv vergrößert. Es sind umfangreiche Fettablagerungen vorhanden.

Die Einteilung des Body Condition Scores erfolgt teilweise auch in neun Stufen. Dadurch wird die Unterscheidung der einzelnen Stufen noch etwas feiner.

Die Beurteilung des Idealgewichtes einer Katze wird durch die Einteilung des BCS einfacher. Dennoch handelt es sich um eine subjektive Bewertungsmethode. Aus diesem Grund sollte das Tier möglichst immer von der gleichen Person untersucht werden. Zusätzlich ist das regelmäßige Wiegen während einer Diät ein guter Anhaltspunkt zur Kontrolle des Erfolges.

Liegt eine ausgewachsene Katze aktuell bei einem BCS von 3, so kann das Gewicht ermittelt und als Idealgewicht festgelegt werden. So kann in Zukunft auch über das einfache Wiegen der Katze festgestellt werden, ob sie zu viel oder zu wenig auf den Rippen hat. Wurde das Gewicht während dieser Phase nie ermittelt, kann über die Stufen zurückgerechnet werden, indem für jede höhere Stufe ca. 15% Übergewicht veranschlagt werden. Liegt eine Katze beispielsweise mit aktuell 6 kg Körpergewicht 1 Stufe über dem idealen BCS, dann entsprechen die 6 kg 115 % des Idealgewichtes. Dementsprechend ist das Idealgewicht für diese Katze ca. 5,2kg.

Was kann zu Übergewicht bei Katzen führen?

Übergewicht entsteht vereinfacht gesagt dann, wenn die Katze eine überhöhte Energieaufnahme bei gleichzeitig ungenügendem Energieverbrauch hat. Die Katze nimmt mehr Energie auf, als sie verbraucht und lagert die überschüssige Energie in Form von Fett ein.

Mehrere Faktoren können die Zunahme des Körpergewichtes bei Katzen noch begünstigen:

Alter:

Im hohen Alter bewegen sich viele Katzen deutlich weniger als früher, verbrauchen dadurch weniger Energie und legen dadurch an Gewicht zu. Ein speziell an den Stoffwechsel von Seniorkatzen angepasstes Futter kann hier eine Unterstützung sein.

Bewegungsmangel:

Ein Mangel an Bewegung tritt eher bei reinen Wohnungskatzen als bei Freigängern auf. Hier ist es wichtig, den Stubentigern Anreize zu schaffen, sich mehr zu bewegen. Freigänger laufen auf ihren Streifzügen meist ausreichend weite Strecken, um körperlich ausgelastet zu sein.

Geschlecht:

Oft neigen Kater eher zu Übergewicht als weibliche Katzen.

Kastration:

Durch die Kastration verändert sich der Stoffwechsel einer Katze. Dies kann dazu führen, dass Katzen mehr fressen und Übergewicht entwickeln.

Krankheiten:

Gesundheitliche Probleme, wie beispielsweise Gelenkschmerzen, können dazu führen, dass sich die Katze weniger bewegt, dadurch weniger Energie verbraucht und an Gewicht zulegt. Auch Stoffwechselerkrankungen oder Medikamente können zu einer Zunahme des Körpergewichtes führen. Aus diesem Grund sollte vor einer Diät eine Untersuchung durch einen Tierarzt erfolgen.

Rasse:

Einige Tiere bestimmter Katzenrassen, wie beispielsweise die Britisch Kurzhaar, können eher zu Übergewicht neigen als andere.

Überfütterung:

Frisst die Katze zu viel Futter und erhält dadurch mehr Energie als sie verbraucht, nimmt sie an Körpergewicht zu, da die überschüssige Energie als Körperfett gespeichert wird. Bei der Abmessung der richtigen Futtermenge müssen vor allem auch die Leckerlis und Snacks für zwischendurch berücksichtigt werden, da diese zum Teil viele Kalorien enthalten können.

Als besonders anfällig für Übergewicht gelten demnach ältere, kastrierte Katzen in reiner Wohnungshaltung die sich wenig bewegen und dabei reichlich gefüttert werden.

Welche Folgen kann Übergewicht bei Katzen haben?

Übergewicht kann die Lebensqualität einer Katze einschränken. Durch die Fettpolster sind die Tiere in ihren Bewegungen eingeschränkt. Laufen, Springen und Klettern fällt ihnen deutlich schwerer. Auch das Putzen des Fells kann zum Problem werden. Besonders der Rücken wird nur noch schwer erreicht. Durch die mangelnde Fellpflege, können unter anderem schuppige Haut und struppiges Fell entstehen.

Das zu hohe Körpergewicht kann zudem die Lebenserwartung einer Katze verkürzen und die Entstehung von Krankheiten fördern. Zu diesen gehören beispielsweise Folgende:

  • Atemwegserkrankungen
  • Bandscheibenprobleme
  • Fettlebersyndrom (hepatische Lipidose)
  • Harnwegserkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Hüftgelenksveränderungen
  • Gelenkerkrankungen (z.B. Arthrose)
  • Verstopfungen
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Zusätzlich haben übergewichtige Katzen ein höheres Narkoserisiko als normalgewichtige Tiere. Sie können außerdem eine schlechtere Immunabwehr besitzen und dadurch anfälliger für Infektionen sein. Ihre Hitzetoleranz ist durch die Fettpolster schlechter, sodass ihnen besonders im Sommer die Wärme zu schaffen macht.

Was kann man tun, wenn die Katze Übergewicht hat?

Um die Ursache für das entstandene Übergewicht bei einer Katze herauszufinden und gesundheitliche Probleme auszuschließen, sollte vor Beginn einer Diät Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden. Danach kann gemeinsam mit dem Tierarzt ein Diätplan zur Gewichtsreduktion aufgestellt werden. Dieser beinhaltet neben einer Anpassung des Futters und der Futtermenge meist auch ein Bewegungskonzept, um die körperliche Aktivität der Katze zu erhöhen.

Wichtig bei der Durchführung einer Diät ist, dass die Reduktion des Körpergewichtes der Katze langsam erfolgen muss. Hat die Katze auf einmal ein zu großes Energiedefizit, mobilisiert der Körper zu viel Körperfett auf einmal, um dem Stoffwechsel wieder Energie zur Verfügung zu stellen. Ein zusätzlicher Mangel an Proteinen im Futter führt dazu, dass das Fett nicht schnell genug verarbeitet werden kann und sich in der Leber anlagert. Dies führt zu einer Leberverfettung, auch hepatische Lipidose genannt, was zu Leberversagen führen kann. Aus diesem Grund darf einer übergewichtigen Katze das Futter für eine Diät auch niemals für längere Zeit komplett entzogen werden!

Um eine Fettleber bei Katzen zu vermeiden und das Gewicht in einem adäquaten Tempo zu reduzieren, ohne dass die Katze hungern muss, empfiehlt ein Tierarzt häufig spezielle Diätfuttermittel. Diese zeichnen sich durch einen hohen Ballaststoffgehalt aus, der trotz geringerer Energiedichte zu einem gewissen Füllungsgrad im Verdauungstrakt und dadurch zu einem Sättigungsgefühl führt. Auch wenn das Futter einen geringeren Kaloriengehalt hat, muss die Katze jedoch stets mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Die Umstellung auf ein anderes Katzenfutter sollte immer langsam erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Deshalb wird das Futter „verschnitten“. Dies bedeutet, dass zunächst eine kleine Menge des neuen Futters unter das alte Futter gemischt wird. Die Gesamtfuttermenge bleibt, wenn vom Tierarzt nicht anders verordnet, dabei immer die gleiche. Der Anteil des neuen Futters an der Ration wird dann Stück für Stück gesteigert, bis das alte Futter irgendwann komplett gegen das Neue ausgetauscht wurde.

Wichtig: Für die Durchführung der gesamten Diät wird empfohlen, besonders bei extrem übergewichtigen Tieren, stets Rücksprache mit einem Tierarzt zu halten, um gesundheitliche Probleme durch die Gewichtsreduktion zu vermeiden!

Hinweis: Dieser Beitrag stellt lediglich eine kleine Übersicht über die Thematik dar. Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die Beratung und Behandlung der Katze durch einen Tierarzt! Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben werden ohne Gewähr gemacht.

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Autor dieses Artikels: Isabella

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