Glückliches Familienleben - mit Hund & Katze unter einem Dach

30.11.2016 10:43

Ist das nur eine idyllische Vorstellung oder Realität? Können sich Hunde und Katzen aneinander gewöhnen, ja sogar Freundschaften schließen und was gilt es bei der Zusammenführung zu beachten? Welche Missverständnisse könnten auftreten und wie können Tierliebhaber dem am besten vorbeugen?

Aus eigener Überzeugung plädiere ich für ein Zusammenleben mit Hund und Katze. Unter Berücksichtigung beider Rassen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, ist ein harmonisches Miteinander durchaus möglich. In meiner Familie ist dies seit Generationen so gehandhabt worden und die Frage nach möglichen Problemen stellte sich mir somit auch nicht. Noch direkt vor meinen Augen habe ich das Bild, wie die Boxerhündin meiner Großmutter und unsere Siamkatze eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa lagen…

Hund und Katze harmonisch in einem Haushalt

Hund und Katze in einem Haushalt - was gilt es zu beachten?

Doch bevor so eine Freundschaft entstehen kann, sollten tatsächlich einige Dinge bedacht werden. So können etwaige Schwierigkeiten im Keim erstickt werden und die Zeit des Kennenlernens verläuft normalerweise schneller und ohne Rückschläge ab. Denn Hund und Katze sprechen nun mal eine unterschiedliche Sprache und das Erlernen der Fremdsprache benötigt ein wenig Zeit. Das laute Schnarchen der alten Hundedame hatte glücklicherweise eine beruhigende Auswirkung auf unsere Katze, verstand sie es doch als versöhnliches Schnurren. Umgekehrt könnte ein bösartiges Knurren darin gesehen werden und die guten Absichten der Katze müssten durch den Besitzer noch positiv verstärkt werden. Auch das Wedeln mit dem Schwanz könnte zu Missverständnissen führen. So ist dieses Ausdruck freudiger Erwartung des Hundes und bei der Katze eher der Wunsch nach Ruhe und ein deutliches Zeichen des Missbehagens.

Wie gewöhnt man Hund und Katze aneinander?

Entspannte Situationen, ein neugieriges Aufeinandertreffen der beiden Hausbewohner sollte von unserer Ruhe und liebevollen Begleitung geprägt sein. Auch Leckerlis haben sich in diesem Zusammenhang bewährt. So hat unser eigenes Auftreten ebenfalls Konsequenzen und kann die Zusammenführung entsprechend beeinflussen. Denn Unruhe, Ängstlichkeit und Nervosität, wenn auch unbewusst, werden von unseren Tieren aufgenommen. Die Zusammenführung sollte immer nur für kurze Zeit geschehen. Dabei kann sich die Katze jederzeit zurückziehen oder beispielsweise auf den Katzenbaum flüchten. Der Hund wird in der ersten Phase angeleint und je nach Gelingen wird dieses Vorgehen langsam gelockert. Das Fressen der Katze erfolgt ab sofort in einer Höhe, die der Hund nicht erreichen kann, wie z.B. auf der Fensterbank und auch das Katzenklo ist für den Hund tabu. Trotz aller Liebe für den Hund ist die Privatsphäre der Katze unbedingt zu respektieren.

Wie bringt man Hund und Katze zusammen?

Es sind unterschiedliche Konstellationen der Zusammenführung möglich. Am leichtesten ist demnach die Integration zweier Jungtiere, sie wachsen miteinander auf, lernen so das Verhalten des Anderen zu deuten und wurden von keinen negativen Erfahrungen beeinflusst.

Trifft ein ausgewachsener Hund auf ein Katzenbaby, so ist auch diese Situation noch leicht zu handhaben. Der Hund ist ein Rudeltier und wird leicht das Katzenbaby in seinem Rudel aufnehmen. Handelt es sich um eine Hündin, wird sie vielleicht sogar Mutterinstinkte entwickeln und das kleine Wesen wird in ihrer Obhut geborgen heranwachsen.

Das Kennenlernen eines tollpatschigen Welpens mit einer älteren Katzendame wird wahrscheinlich dadurch geprägt sein, dass die erfahrene Katze den Neuankömmling erst einmal als Eindringling ansieht und ihr Revier verteidigt. Das Kennenlernen sollte immer unter Beobachtung erfolgen. Der Hund, egal welchen Alters, darf die Katze niemals jagen und als Beutetier betrachten. Aber auch die Katze, besonders hinsichtlich ihrer Eigenständigkeit, darf den Hund mit ihren Krallen nicht verletzen. Die Katze zu erziehen stellt natürlich eine Herausforderung dar, aber auch sie muss lernen, das neue Familienmitglied zu akzeptieren.

Bei älteren Tieren spielen die jeweiligen Erfahrungen in ihrem Leben eine entscheidende Rolle. Dann ist zum Teil sehr viel Geduld gefragt. Und Einfühlungsvermögen, denn manchmal weiß man schlichtweg nicht, wie das eigene Tier reagieren könnte und welche Erfahrungen, ob gute oder schlechte, bereits gemacht worden sind. Aber mit Feingefühl lässt sich auch das in den allermeisten Fällen regeln und einem friedlichen Zusammenleben steht nichts mehr im Wege.

Wir möchten Eure Geschichten dazu hören! Die Schönsten werden wir veröffentlichen und freuen uns schon jetzt auf viele tolle Bilder von Euch!:)

Liebe Grüße Eure Stephanie

Autor dieses Artikels: Stephanie

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