Eine Katze soll es sein - Wichtige Grundregeln für den ersten Tag im neuen Zuhause

23.05.2017 09:58

Jeder Katzenbesitzer erinnert sich wahrscheinlich genau an den Tag, an dem er seine Samtpfote abholen und nach Hause bringen durfte. Je nach Charakter der Katze verlief dieser Tag vermutlich etwas anders. Die einen reagieren ängstlich und scheu, andere wiederum sind mutig und erkunden gleich drauflos. Für jede Katze wird der erste Tag im neuen Zuhause aber gewiss aufregend sein. Dabei ist es egal ob es sich dabei noch um eine Babykatze oder um ein bereits erwachsenes Tier handelt und woher diese stammt.

Sollten auch Sie sich dazu entschlossen haben ihr Leben mit einer schnurrenden Samtpfote zu bereichern, können Sie es Ihrem neuen Mitbewohner am ersten Tag mit einigen Tipps und Tricks etwas einfacher machen.

junges Kätzchen schläft im neuen Zuhause

Einkaufsliste für angehende Katzenbesitzer

Bevor Sie Ihre Katze abholen, empfiehlt es sich, einige Dinge einzukaufen. Zur Grundausstattung eines jeden Katzenbesitzers gehören neben einem Futter- und einem Wassernapf auch ein Katzenklo pro Tier inklusive Katzenstreu und Kotschaufel. Wichtig dabei ist immer, dass alles leicht zu reinigen ist. Dies gilt auch für den Schlafplatz Ihrer Katze. Am besten eignen sich daher waschmaschinenfeste Kissen und leicht auswischbare Körbe.

Tipp: Bei vielen Katzen hilft es, den neuen Schlafplatz mit Material aus ihrem alten Zuhause auszulegen. Viele Züchter geben deshalb gerne ein Stück der Decke mit, auf dem Ihre Katze zuvor geschlafen hat. Ist Ihre Katze auf einem Heuboden groß geworden, hilft es Ihren neuen Korb mit Heu und Stroh auszukleiden.

Natürlich ist auch die Wahl eines geeigneten Futters wichtig. Nicht nur bei Babykatzen ist eine angepasste Fütterung essentiell für ein gesundes Leben. Sprechen Sie dafür mit einem Tierarzt oder lassen Sie sich in einem Tierfachgeschäft beraten.

Tipp: Damit das Futter besser angenommen wird, hilft es oftmals es mit dem bekannten Futter des Vorbesitzers zu mischen um die Umstellung zu erleichtern. Dasselbe gilt übrigens auch für das Katzenstreu.

Für Abwechslung und Spaß ist eine kleine Auswahl an Spielzeug praktisch. Dafür eignen sich auch simple Dinge wie Tischtennisbälle oder leere Kartons. Zusätzlich ist ein Kratzbaum hilfreich, um Ihre Möbel vor den Krallen ihres Tigers zu bewahren.

Um Ihren Liebling abholen oder sicher zu Tierarztbesuchen bringen zu können, ist die Anschaffung einer Transportkiste sinnvoll. Auch diese kann mit einer Decke aus dem alten Zuhause ausgelegt werden. Da viele Katzen vor Aufregung Wasser lassen, ist zusätzliches Zeitungspapier als Unterlage nützlich.

Ein katzensicheres Zimmer

Um Ihre Katze behutsam an die neue Umgebung zu gewöhnen, sollten Sie sie vorerst, wenn möglich, nur in einem Zimmer unterbringen. Dieses muss frei von giftigen Pflanzen sein und darf kein Verletzungsrisiko bieten. Scharfe und spitze Gegenstände sind deshalb zu entfernen.

Futter- und Wassernapf werden fern vom Katzenklo aufgestellt. Die feinen Katzennasen stört sonst der Geruch bei der Nahrungsaufnahme. Idealerweise wird der Wassernapf nicht direkt neben dem Futter platziert. Katzen trinken nicht gerne an dem Ort wo sie auch fressen. Das rührt daher, dass sie in der freien Natur auch eher selten direkt neben der Stelle Wasser finden, wo sie ihre Beute erlegt haben. Außerdem überdeckt der Duft des Futters den des Wassers. Deshalb nimmt die Katze die Aromen des Wassers nicht wahr und findet es nicht mehr anziehend.

Je nachdem woher die Katze stammt, ist es manchmal nötig sie von Flöhen zu befreien und sie zu Entwurmen. Ein Besuch beim Tierarzt ist daher am Anfang ratsam. Dieser berät sie auch zum Thema Impfroutine.

Handelt es sich um eine Infektion mit Ohrmilben oder Haarlingen, finden Sie weitere Informationen hier:

Der erste Tag im neuen Heim - Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie Ihren neuen Stubentiger sicher nach Hause gebracht haben, stellen Sie ihn vorsichtig im Zimmer ab. Am besten platzieren Sie die Transportbox in Sichtweite zum Katzenklo und der Futterstelle. Sprechen Sie beruhigend auf das Tier ein, machen Sie keine hektischen Bewegungen und vermeiden Sie laute Geräusche. Kinder und andere Haustiere sollten erstmal keinen Zutritt in das Katzenzimmer haben. Besonders bei weiteren Katzen im Haushalt ist es wichtig, dass „die Neue“ den Geruch aus ihrer alten Umgebung verliert um besser akzeptiert zu werden.

Sollte Ihr Neuankömmling keine Anstalten machen aus der Kiste heraus zu kommen, bedrängen Sie ihn nicht. Besonders schüchterne Katzen brauchen manchmal etwas länger um den Mut aufzubringen, ihre neue Umgebung zu erkunden. Setzen Sie sich in einiger Entfernung zur Transportkiste auf den Boden um ihre Körpergröße zu minimieren. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Katze anstarren. Dies kommt einer Bedrohung gleich.

Tipp: Bei vielen Tieren ist Wegsehen und Ignorieren wesentlich effektiver. Wecken Sie die Neugier ihrer Katze indem sie geräuschvoll Futter und Wasser in die Fressnäpfe füllen oder sich mit einem Katzenspielzeug beschäftigen. Wichtig dabei ist, dass sie Sie dabei die ganze Zeit von ihrer Kiste aus sehen kann. Katzen finden nichts schlimmer, als eine vermeintliche Gefahr nicht mehr im Auge zu haben.

Der erste Freigang im Garten

Wenn Ihre Katze kein Stubentiger sondern ein Freigänger werden soll, ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen wo Sie ihr das erste Mal die Haustür nach draußen öffnen müssen. Dies sollte auf keinen Fall passieren, solange Ihr neues Familienmitglied sich nicht richtig eingelebt hat. Eine gute Bindung zu ihren Menschen ist wichtig, damit sie Ihr Haus als ihr Zuhause ansieht und wieder dahin zurückkehrt. Eine Faustzahl ist 6 Wochen Eingewöhnungszeit. Bei besonders scheuen Tieren sollte diese aber individuell verlängert werden.

Tipp: Gewöhnen Sie Ihre Katze an eine mit Leckerlis gefüllte Futterbox. Immer wenn Sie mit dieser klappern und sie zu Ihnen kommt, erhält sie daraus eine Belohnung. Dieses Kommando hilft Ihnen bei Freigängern später weiter, wenn sie ihre Katze ins Haus holen wollen. Ihre Katze verknüpft das nach Hause kommen mit einem positiven Erlebnis.

Sollten Sie dennoch Angst haben, dass Ihre Fellnase sofort über alle Berge ist, gibt es verschiedene Halsbänder an denen man in einem kleinen Anhänger die Adresse hinterlegen kann. Der Einsatz ist allerdings nicht ungefährlich. Oftmals besitzen diese Bänder keine Sollbruchstelle und die Katze kann hängen bleiben und sich strangulieren.

Autor dieses Artikels: Isabella

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