Datenverarbeitung durch Drittanbieter

Zur Verbesserung unseres Angebotes lassen wir Informationen zum Nutzerverhalten durch Dritte verarbeiten.
Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit, individuell zu jeder einzelnen Datenverarbeitung durch Drittanbeiter zuzustimmen.

Diese Einstellungen können Sie jederzeit in unseren Cookie-Einstellungen anpassen.

Google Analytics

Analysiert die Website-Nutzung, um kundenspezifischen Inhalt zu liefern.
Führt Analysen durch, um die Website-Funktionalität zu optimieren.

Lebensdauer der Cookies: 2 Jahre

Google Analytics eCommerce

Conversion Tracking mit der Google Analytics eCommerce Erweiterung.

Art der Speicherung

Dürfen wir ihre Einstellungen permanent in Form eines Cookies in ihrem Browser speichern?
Andernfalls gehen die Einstellungen verloren, wenn Sie das Browser-Fenster schließen.

Cookie-Einstellungen

Diabetes mellitus – Zuckerkrankheit bei Katzen

27.01.2020 09:53

Auch bei Katzen ist eine Diabeteserkrankung möglich. Eine frühzeitige und gute Einstellung der Insulintherapie, sowie eine angepasste Ernährung können den Tieren jedoch häufig ermöglichen, ein ziemlich normales Leben zu führen.

Katze sonnt sich
Mit der richtigen Behandlung können viele Katzen auch mit Diabetes ein langes Leben führen.

Worum handelt es sich bei Diabetes mellitus?

Der feline Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die bei Katzen nicht selten auftritt. Die Zuckerkrankheit bei Katzen wird umgangssprachlich auch als Katzendiabetes bezeichnet.

Es werden bei Katzen zwei Arten von Diabetes unterschieden:

Diabetes mellitus Typ 1 (Insulinabhängige Variante):

Beim Typ 1 sind die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse geschädigt und stellen kein Insulin her (absoluter Insulinmangel).

Diabetes mellitus Typ 1 tritt bei Katzen eher selten auf.

Diabetes mellitus Typ 2 (Insulinunabhängige Variante):

Beim Typ 2 wird zu wenig Insulin vom Körper hergestellt um damit alle Zellen zu versorgen und / oder die Zellen im Organismus reagieren weniger sensibel auf Insulin (Insulinresistenz). Dieser Diabetes-Typ kann als vorübergehender Nebeneffekt einer anderen Krankheit oder dessen Behandlung auftreten. Häufig entwickeln übergewichtige Katzen den Diabetes Typ 2. Nach einer erfolgreichen Reduzierung des Körpergewichtes, ist es jedoch in manchen Fällen möglich, wieder eine Normalisierung des Stoffwechsels zu erreichen, sodass auf eine lebenslange Diabetesbehandlung verzichtet werden kann.

Welche Aufgabe hat Insulin im Körper der Katze?

Insulin wird für die Aufnahme von Glukose als Energielieferant in die Zellen benötigt. Liegt ein Insulinmangel oder eine reduzierte Wirksamkeit von Insulin vor, kann die Glukose nicht in die Zellen aufgenommen werden und verbleibt im Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt dadurch an. Als alternative Energiequelle greift der Organismus der Katze auf körpereigene Fettreserven und Proteine zurück. Dies führt zu einem Gewichtsverlust und erhöhten Cholesterin- und Fettwerten im Blut.

Durch den Mangel an Glukose in den Zellen, wird dem Gehirn ein Energiedefizit gemeldet. Dies führt zu gesteigertem Appetit, da der Körper bestrebt ist, den Mangel auszugleichen. Die Katze steigert ihre Nahrungsaufnahme, was zu einem weiteren Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Ab einer bestimmten Glukosekonzentration im Blut können Glukoseverluste über die Niere resultieren. Dies kann in der Folge auch zu einer Steigerung der Harnmenge und damit zu einem Verlust von Wasser und Salz führen. Daraufhin haben die betroffenen Katzen meist starken Durst und trinken ungewöhnlich viel, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Welche Symptome treten bei Katzen mit Diabetes auf?

Folgende Symptome können bei Katzen mit Diabetes auftreten:

  • gesteigerte Nahrungsaufnahme (Polyphagie)
  • gesteigerte Wasseraufnahme (Polydipsie)
  • erhöhte Harnmenge (Polyurie)
  • Gewichtsverlust
  • Schwäche
  • stumpfes Fell
  • schuppige Haut
  • Haarausfall

Einige Katzen mit Diabetes zeigen zudem Anzeichen einer diabetischen Neuropathie. Dazu gehören eine Hinterhandschwäche, ein eingeschränktes Springvermögen und ein plantigrader Gang, bei dem die Katze auf ihren Sprunggelenken läuft, statt auf den Pfoten.

Wie kann Diabetes bei Katzen behandelt werden?

Um Diabetes bei Katzen zu diagnostizieren, kann eine Blut- und Urinuntersuchung durchgeführt werden. Ein erhöhter Blutzuckerwert im Blut und im Urin kann ein Hinweis auf Diabetes sein, ist jedoch kein zuverlässiger Parameter, da Katzen auch durch Stress einen erhöhten Blutzuckerwert haben können. Aus diesem Grund wird häufig auch der Fructosaminspiegel überprüft. Dieser kann einen Hinweis auf den Blutzuckerspiegel der letzten 1-2 Wochen geben.

Insulintherapie:

Ist Diabetes mellitus bei der Katze diagnostiziert worden, erfolgt die Behandlung über die Gabe von Insulin. Häufig wird ein länger wirksames Insulin gewählt, welches dem Tier zweimal täglich unter die Haut gespritzt werden muss. Der Tierarzt zeigt den Katzenbesitzern meist in der Praxis, wie die subkutane Insulininjektion richtig verabreicht und eine Blutzuckermessung zur Kontrolle durchgeführt wird. Eine Anpassung der Insulindosis sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen.

Ist die Insulindosis gut gewählt und erfolgt die Insulingabe regelmäßig, können viele Katzen auch mit Diabetes ein gutes und langes Leben führen. Regelmäßige veterinärmedizinische Untersuchungen sind jedoch unbedingt notwendig, um die richtige Medikamenteneinstellung sicherzustellen und die Katze in einem guten Gesundheitszustand zu erhalten.

Angepasste Ernährung:

Zusätzlich zu den regelmäßigen Insulininjektionen ist eine angepasste Ernährung für die Behandlung einer Katze mit Diabetes wichtig. Generell wird bei Katzen mit Diabetes eine kohlenhydratarme, aber proteinreiche Ernährung empfohlen. Bei übergewichtigen Katzen kann zudem ein spezieller Ernährungsplan nötig sein, um eine Gewichtsreduktion zu erzielen.

Auch der Zeitpunkt der Fütterung kann eine Rolle spielen. So sollte bei vielen Insulinen die Injektion erst verabreicht werden, wenn die Katze bereits einen Teil ihrer Tagesration aufgefressen hat. Bei bestimmten Insulinen darf die Katze sogar nur zwei Mahlzeiten am Tag, also jeweils eine vor jeder Insulininjektion, zu sich nehmen.

Den genauen Ernährungsplan wird der behandelnde Tierarzt in Abhängigkeit des gewählten Insulins, des Körpergewichtes und der individuellen Bedürfnisse für die Katze festlegen.

Welche Komplikationen können bei Katzen mit Diabetes auftreten?

Nicht immer verläuft die Substitutionstherapie mit Insulin bei einer Katze reibungslos. Zur Vermeidung von Komplikationen sind regelmäßige Kontrollen des Blutzuckergehaltes während der gesamten Therapie unerlässlich. Auch bei gut eingestellten Katzen sollten regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden, da der Insulinbedarf schwanken oder sogar komplett zurückgehen kann (Remission).

Ist die Dosierung des Insulins nicht korrekt, können folgende Komplikationen auftreten:

Hypoglykämie (Unterzuckerung):

Ist die Insulindosierung zu hoch, sinkt der Blutzuckergehalt zu stark ab. Dies kann sich bei der Katze durch Schwäche, Zittern, Erbrechen, Orientierungslosigkeit, Krämpfe, unkontrolliertes Absetzen von Kot und Urin oder durch Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma äußern.

Da ein zu niedriger Blutzuckergehalt zu Gehirnschäden und sogar zum Tod führen kann, ist eine schnelle Normalisierung des Blutzuckergehaltes wichtig.

Hyperglykämie (Diabetische Ketoazidose):

Ist die Insulindosierung zu niedrig, steigt der Blutzuckerspiegel zu stark an. Der Fettstoffwechsel wird durch den Glukosemangel angekurbelt. Dies führt zu einer Anreicherung von sogenannten Ketonkörpern im Blut und im Urin. Diese können zu einer Blutübersäuerung führen. Eine diabetische Ketoazidose kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige intensivmedizinische Behandlung! Zu den Symptomen können Erbrechen, häufiges Wasserlassen und Teilnahmslosigkeit gehören. Es ist sogar möglich, dass die Katze ins Koma fällt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt lediglich eine kleine Übersicht über die Thematik dar. Da Diabetes für eine Katze eine lebensbedrohliche Situation sein kann, ist immer der Rat eines Tierarztes einzuholen! Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die Beratung und Behandlung der Katze durch einen Tierarzt! Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben werden ohne Gewähr gemacht.

Weitere interessante Artikel auf unserem Blog:

Autor dieses Artikels: Isabella

Kommentar eingeben
Ich bin kein Roboter. Foo Bar Bazz