Ohrmilben Symptome beim Hund erkennen - so geht's

Als Tierliebhaber ist jeder von uns um das Wohlergehen seines Tieres bemüht. Kaum ein Wesen ist so eng in unserem Leben integriert, wie der beste Freund des Menschen - der Hund. Keiner wünscht seinem Haustier Milben oder Zecken, vor allem keine Ohrmilben. Gemütliche Stunden auf dem heimischen Sofa, gemeinsame Spaziergänge oder der Besuch bei Freunden zum Kaffeetrinken - unser Vierbeiner ist natürlich dabei! Damit das auch so bleibt sollten Sie lernen, die Symptome der Ohrmilben beim Hund rechtzeitig zu erkennen und zu deuten. Denn die Folgen des Ohrmilbenbefalls können großes Leiden für Ihren Vierbeiner bedeuten. Nach dem Erkennen der Symptome sollte es mit der gesicherten Diagnose also schnell gehen.

Elementar ist es, jegliche Veränderungen des Hundes, sei es im Verhalten oder in Form von Hautveränderungen o.ä. schnell zu identifizieren und zu deuten. Im Zweifelsfall immer rechtzeitig einen Tierarzt zur Diagnose heranziehen. Denn der verantwortungsvolle Besitzer sollte entsprechend schnell handeln, um seinen Liebling gesund zu wissen. Wenn Sie folgende Symptome bei Ihrem Hund erkennen, müssen Sie den Befall mit Ohrmilben zumindest in Betracht ziehen.

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So erkennen Sie den Befall des Hundes

Die ersten Symptome für einen Befall erkennt man im Verhalten des Hundes. Die gewohnte Harmonie wird durch ständiges Kratzen des Hundes, verbunden mit zusätzlicher Unruhe, zunehmend gestört. Ihr geliebtes Familienmitglied möchte z.B. durch Schütteln des Kopfes und ständiges Putzen und sich benagen, auf sein Leiden aufmerksam machen. Besonders daran, dass der Hund sich schüttelt und am Ohr kratzt, kann man einen Ohrmilbenbefall erkennen. Der Hund versucht so, die Parasiten aus dem Ohr zu entfernen. Wenn Sie die Ohrmilben rechtzeitig erkennen, können Sie weiteren Symptomen vorbeugen.

Weitere Anzeichen des Ohrmilbenbefalls bei Hunden

  • Haarausfall
  • Verkrustungen im Gehörgang & am Ohr
  • Hautabschürfungen
  • Entstehung bakterieller Infektionen

Bei diesen Symptomen leidet Ihr Tier womöglich an einem Parasitenbefall. Dieser sollte zur Linderung Ihres Tieres entsprechend rechtzeitig abgeklärt und behandelt werden.

Welche Folgen kann ein Ohrmilbenbefall haben?

Als Folge des Juckreizes kann es zu Hautrötungen, Haarausfall sowie Verkrustungen kommen. Infolgedessen können sich hier weitere Infektionen, sogenannte Sekundärinfektionen bilden. Taubheit, Mittelohrentzündungen bis hin zum Blutohr sind im schlimmsten Falle möglich. Soweit soll es natürlich gar nicht erst kommen. Aber es macht zumindest deutlich, dass eine regelmäßige Ohrenpflege unserer Lieblinge nicht von der Hand zu weisen ist.

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Diagnose Ohrmilben: so erkennt der Tierarzt den Befall

Der Befall mit Ohrmilben wird erfahrungsgemäß überwiegend durch die Milbenform Otodectes cynotis verursacht. Meistens ist ausschließlich das Ohr des Hundes von einem Befall betroffen, genauer gesagt Ohrmuschel und äußerer Gehörgang. Die Sicherstellung der Diagnose sollte stets durch einen Tierarzt erfolgen. Dieser überprüft zunächst einmal, ob sich im Ohr des Hundes Ohrenschmalz oder Verkurstungen befinden. Letzteres ist häufig ein Anzeichen für den Ohrmilbenbefall. Außerdem kann der Arzt die Milben mit dem Otoskopf (Gerät zur Untersuchung des äußeren Gehörgangs) in Kombination mit einer Lupe sichtbar machen. Die Absicherung erfolgt dann durch eine Diagnose via Mikroskop. Dafür wird ein Abstrich aus dem Ohr des Hundes genommen und auf Milben und deren Eier untersucht.

Im Vergleich zur Katze, sind Hunde seltener betroffen. Die Übertragung erfolgt vorwiegend von Tier zu Tier. Da diese Plagegeister nicht wirtsspezifisch sind, überleben sie auch einige Wochen außerhalb. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich Ihr Stubentiger ebenfalls anstecken könnte. Die Parasiten ernähren sich von Hautschuppen und Wundsekreten. Aufgrund ihrer Bewegung und der Allergene, welche sich im Milbenspeichel und Milbenkot befinden, kommt es zu starkem Juckreiz.

Wie verhält sich Ihr Hund bei einem Ohrmilbenbefall?

Unruhe, Juckreiz und ständiges Kratzen der Ohren mit den Hinterpfoten - dieses Bild zeigt sich dem Hundebesitzer in den meisten Fällen. Die Tiere machen durch unkoordinierte Bewegungen oder ein Schiefhalten des Kopfes auf ihr Leiden aufmerksam. Viele Hunde versuchen durch ständiges Schütteln des Kopfes, die Plagegeister loszuwerden. Es wird vermehrt Ohrenschmalz gebildet, welcher zusammen mit den Milben, die normalerweise weiß sind, in einer schwarz-bräunlich krümeligen Absonderung zum Vorschein kommt. Experten sprechen auch von kaffeesatzartigem Sekret.

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