Schutz vor Sonnenbrand bei Hunden

19.07.2016 11:36

Der Sommer lockt mit Freizeitaktivitäten und droht mit Sonnenbrand – nicht nur Menschen, auch Hunde sind davon betroffen. Hier erfahren Sie, wie Sie ihren besten Freund vor Sonnenbrand schützen können.

Hund mit Sonnenbrand

Welche Hunde sind besonders von Sonnenbrand gefährdet – und wo?

Nicht jeder Hund gleichermaßen gefährdet, einen Sonnenbrand zu erleiden. So sind grundsätzlich Tiere mit kurzem Fell und hellen Haaren anfälliger für die gefährlichen UV-Strahlen, während ein langes Fell und dunkle Haare größeren Schutz bieten – ähnlich wie beim Menschen, wo die hellhäutigen Vertreter schneller die typischen Symptome eines Sonnenbrandes zeigen. Nackthunde sind dementsprechend natürlich am schnellsten betroffen und erleiden besonders schnell Verbrennungen.

Alle Hunde haben jedoch die gleichen empfindlichen Stellen, an denen Sonnenbrand besonders schnell auftritt. Es handelt sich hierbei vor allem um die Partien um das Maul und die Nase, die Spitzen und Innenseiten der Ohren, sowie die Schädeldecke. Die spärlich behaarte Unterseite des Hundes ist ebenfalls einem besonderen Risiko ausgesetzt, wenn der Hund gerne auf dem Rücken liegt und sich die warmen Strahlen auf den Bauch scheinen lässt.

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Wenn der Hund also wegen einer akuten oder chronischen Erkrankung unter Medikation steht, sollten die möglichen Auswirkungen auf die Haut mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

Wie kann man Hunde vor Sonnenbrand schützen?

Das einfachste Mittel zum Schutz des Hundes vor Sonnenbrand, ist Schatten. Hundebesitzer sollten bestrebt sein, den Hund nicht übermäßig der Sonne auszusetzen, sondern schattige Aufenthaltsplätze zu suchen und zu schaffen. Dies kann ein Sonnenschirm am Strand sein oder das Blätterdach der Bäume an der Spazierstrecke. Die Möglichkeit, der Sonne zu entkommen, sollte bei jedem Aufenthalt im Freien berücksichtigt werden.

Sonnencreme und –Spray können bei Hunden ebenfalls zum Einsatz kommen, wobei Sprays aufgrund des Fells oft leichter aufzutragen und zu verteilen sind. Entsprechende Produkte gibt es im Tierfachhandel oder in der Apotheke. In Ausnahmefällen könne auch Sonnenschutzprodukte angewendet werden, die eigentlich für Menschen und nicht für Hunde gedacht sind, nämlich dann, wenn es sich um Cremes oder Sprays ohne Parfüm, Silikon und Para-Aminobenzoesäure (PABA) handelt. Dies trifft beispielsweise oft auf Sonnencremes für Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut zu. Da zu erwarten ist, dass der tierische Begleiter versuchen wird, die gecremten Stellen abzulecken, sollte man sich auf jeden Fall über die Inhaltsstoffe der Creme informieren.

Empfindlich und gefährdet, aber nicht mit Sonnenschutzmitteln zu behandeln, ist die Augenpartie der Hunde. Für deren Schutz gibt es spezielle Hunde-Sonnenbrillen. Diese sind für Mensch und Tier gewöhnungsbedürftig und werden sicher auch nicht von jedem akzeptiert, können aber nicht nur die Haut schützen, sondern helfen auch dabei, die Augengesundheit zu erhalten.

Kleidung für den Hund, die über besonderen UV-Schutz verfügt, steht ebenfalls zur Verfügung. Beim Einsatz entsprechender Produkte muss aber bedacht werden, dass es unter der schützenden Schicht zu einem Wärmestau kommen kann.

Woran erkennt man Sonnenbrand bei Hunden?

Die Haut an den betroffenen Stellen ist gerötet und sieht entzündet aus. Es kann zu Schuppenbildung kommen, Blasen wirft Hundehaut in der Regel nicht. Die betroffenen Stellen können vom Hund zunächst als eher juckend statt schmerzhaft empfunden werden, achten Sie also auf vermehrtes Kratzen. Aber auch Äußerungen von Schmerz sind natürlich ein Signal, den Hund auf möglichen Sonnenbrand zu untersuchen. Wenn entsprechende Anzeichen vorhanden sind, können die betroffenen Körperstellen des Hundes mit Wasser gekühlt werden, bevor ein Tierarzt aufgesucht wird.

Hund vor Sonnenbrand schützen – Checkliste

  • Vermeidung zu starker Sonnenstrahlung/ Mittagshitze
  • Schattenplätze müssen gegeben sein
  • An ausreichend Flüssigkeitszufuhr für Ihren Hund denken
  • Hunde dürfen im Sommer nicht alleine im Auto gelassen werden-Erstickungsgefahr!
  • Sonnencreme schützt auch empfindliche Hundeschnauzen
  • Hundekleidung mit UV- Schutz
  • Beobachten Sie Ihren Hund- zeigen sich Kreislaufprobleme o.ä., wenden Sie sich bitte umgehend an einen Tierarzt

Weitere Hundekrankheiten

Autor dieses Artikels: Moritz

Kommentar eingeben