Mit unseren Vierbeinern gekonnt Schnee und Eis trotzen

06.12.2016 17:36

Hoffentlich lädt uns bald eine verschneite Winterlandschaft zum Spaziergang ein. Frische klare Luft begleitet uns und sehr zur Freude unseres Vierbeiners stapfen wir vermutlich in absehbarer Zeit durch den ersten Schnee, welcher nicht nur zum Herumtollen verleitet, sondern doch auch sooo gut schmeckt. Mit zunehmend fallender Außentemperatur schützen wir uns durch wärmende Mäntel, Handschuhe, Mütze und gefütterte Stiefel. Ingwertee und ausreichend Vitamine sollen unser Immunsystem stärken und erwischt es uns doch einmal, hilft Omas frisch gekochte Hühnersuppe garantiert!

Und unsere Hunde, benötigen auch sie heißen Tee und Winterstiefel, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu gelangen? Lesen Sie in unserem Bericht, wie Ihr Vierbeiner gekonnt Schnee und Eis trotzt!

Hat der Winter uns erst einmal fest im Griff, wechseln sich Kälte, Schnee und Eis ab und das Familien -Sofa ist jetzt Kuschelplatz Nummer 1 für alle. Ausreichend Bewegung und regelmäßiges Gassi-Gehen gehören auch jetzt mit dazu- je nach Wetterlage kann das traumhaft schön sein oder notwendiges Muss. Und natürlich möchten wir auch unseren Vierbeiner bestens geschützt wissen!

Hund im Schnee

Was gilt es zu beachten? Soll sich unser Hund eine wärmende Fettschicht zulegen?

Experten bestätigen, Hunde haben auch im Winter oder in der kalten Jahreszeit normalerweise keinen erhöhten Nährstoffbedarf, auch wenn wir dieses oft vermuten. So benötigen sie keinesfalls mehr Futter oder gar energiereichere Kost, um gesund durch den Winter zu kommen. Gemeint ist der Familienhund, der nur begrenzte Zeit eisigen Temperaturen ausgesetzt ist und keine Arbeit im Freien errichten muss. Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel! Ist Ihr Tier alt oder geschwächt oder hat von Natur aus keine wärmende Unterwolle, so kann es sein, dass es einfach mehr Energie benötigt, um gegen die kalten Temperaturen ausreichend geschützt zu sein. Um das Immunsystem des Hundes anzukurbeln und zu wappnen ist eine vitaminreiche, vollwertige Kost, verbunden mit ausreichend Bewegung, vorteilhaft.

Geliebter Schnee

Nicht nur zum Herumtollen ganz toll, sondern auch zum Reinbeißen und Fressen besonders beliebt- Schnee. Je nachdem, ob noch völlig unbehandelt am freiem Feld oder schon mit Salzstreu und anderen Chemikalien auf Gehwegen durchmengt- ungesund ist ein Zuviel so oder so, zudem ist das gestreute Salz nicht zum Verzehr geeignet- folglich auch nicht für unsere Vierbeiner! Unwohlsein, Durchfall, eine gereizte Rachen-und Magenschleimhaut können die Folge sein. Daher sollte ein übermäßiger Verzehr auf jeden Fall verhindert werden. Fühlt sich der Hund krank, frisst nicht oder zeigt Fieber oder andere Erkältungssymptome, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Hundekleidung als Schutz vor Eis und Kälte

Hier streiten sich die Geister. Von Natur aus braucht der Hund normalerweise keine Schutzkleidung, mal abgesehen von einigen Besonderheiten. Wird der Hund artgerecht gehalten, so schildert Theo Mantel, Ehrenpräsident der Bundestierärztekammer in einem Interview, dass sich die Fellstruktur entsprechend ändert, der Körper des Hundes sich an die fallenden Temperaturen anpasst und zum Schutz eine dichtere Unterwolle gebildet wird. Dabei sollte jedoch auf ausreichend Bewegung geachtet werden, unser Weggefährte sollte selbstverständlich nicht Nässe und Zugluft ausgesetzt werden. Damit sind nicht nur die eiskalten Fliesen vor dem Supermarkt gemeint, sondern auch das nach kurzer Zeit kalt werdende Auto. Denn auch unsere Hunde können sich erkälten oder eine Blasenentzündung bekommen. Viren und Bakterien können sich leichter ausbreiten, ist das Tier immungeschwächt oder ständiger Zugluft im Nassen ausgesetzt. Zudem werden Sie mit Sicherheit erkennen, ob Ihr Hund friert. Das sollte in jedem Fall berücksichtigt werden. Hundepfoten im Schnee

Pfoten- Schutz und Ballenpflege – für jeden Hundeliebhaber ein ungeschriebenes Gesetz

Vor den gestreuten Straßen schützt ganz einfach Vaseline die empfindlichen Hundepfoten. Je nach Belieben gibt es im Fachhandel selbstverständlich auch extra Hundepfotenschutzpflege, ja sogar spezielle Schuhe. Zu langes Fell sollte gekürzt und gefrorener Schnee und Schmutz schnellstmöglich entfernt werden, da dieses für Ihren Vierbeiner schmerzhaft werden könnte. Gefrorene Straßen oder Seen stellen auch für unsere Vierbeiner eine Verletzungsgefahr dar. Daher wird im Zweifelsfall eher zum Anleinen geraten, um auf Nummer sicher zu gehen.

Zu Hause angekommen, werden die Pfoten vorsichtig mit warmen Wasser abgewaschen und anschließend begutachtet und getrocknet, ggf. hilft eine Heilsalbe gegen wunde Hautstellen- und nun steht dem gemeinsamen Kuscheln auf dem Lieblingssofa nichts mehr im Wege!:)

Checkliste für eine gesunde Winterzeit

Ernährung im Winter

  • Vitamin-und vollwertige Kost
  • Regelmäßige Entwurmungen und empfohlene Impfungen beachten

Bewegung im Winter

  • Ausreichend Bewegung, auch in der kalten Jahreszeit
  • Zeiten an die Witterungsverhältnisse anpassen
  • Meidung von zu viel Schnee fressen & gefrorenen Gewässern-ggf. Anleinen
  • Friert Ihr Hund? Beobachten Sie Ihren Begleiter und passen die Dauer des Gassi- Gehens entsprechend an

Schutz unserer Vierbeiner im Winter

  • Eincremen der Hundepfoten mit Vaseline vor dem Spaziergang
  • Vermeidung von Nässe und Zugluft
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund im Warmen trocknet und nicht auf kalten Fliesen oder zu lange im kalten Auto liegen muss
  • Regelmäßige Kontrolle der Hundepfoten beim Winterspaziergang, Entfernung von Dreck und Eis
  • Pflege der Hundepfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser und Heilcreme
  • Wirkt Ihr Hund krank, frisst schlecht oder zeigt anderes Unwohlsein, besuchen Sie bitte Ihren Tierarzt und lassen sich entsprechend beraten

Quellenangaben:

Autor dieses Artikels: Stephanie

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