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Warum lieben Hunde Schuhe und Socken?

05.02.2020 08:58

Viele Hunde lieben es, zum Leidwesen ihrer Besitzer, mit Schuhen und Socken zu spielen und nach Herzenslust darauf herum zu kauen. Doch wieso sind besonders getragene Schuhe und Socken so anziehend für Hunde?

Hund mit Schuh im Maul

Der Duft, der den Schuhen und Socken des Hundebesitzers anhaftet ist den Hunden bekannt. Es riecht nach ihrem Lieblingsmenschen und vermittelt ihnen deshalb Vertrautheit. Dies macht sie als Spielzeug manchmal beliebter, als spezielles Hundespielzeug.

An den Füßen haben Menschen zudem besonders viele Schweißdrüsen, im Vergleich zu anderen Körperstellen. Der menschliche Geruch ist daher an Schuhen und Socken besonders intensiv. Was wir Menschen als Stinkefüße bezeichnen, ist für Hunde fast das Paradies: Es riecht intensiv nach ihrem Lieblingsmenschen!

Neben diesem simplen Grund, gibt es jedoch noch weitere Gründe, warum Hunde Schuhe, Socken oder auch andere Dinge in der Wohnung gaunern und beknabbern. Einige davon sind im Folgenden aufgelistet:

Trennungsschmerz

Wenn Schuhe und Socken von Hunden nur geklaut werden, wenn sie alleine sind, kann dies ein Anzeichen für Trennungsschmerz sein. Der Hund hat Stress und beruhigt sich in diesem Fall dadurch, dass er sich etwas sucht, was intensiv nach seinem Besitzer riecht, um diesem nah zu sein. Das er zusätzlich noch darauf herumkauen kann ist für ihn natürlich doppelt schön, weil es gleichzeitig Beschäftigung und vertrauten Duft bietet.

Handelt es sich um Trennungsangst, kann ein spezielles Training dabei helfen, dass der Hund entspannt bleibt, wenn er alleine gelassen wird.

Spielzeugersatz

Einige Hunde greifen aus Langeweile auf Schuhe und Socken zurück. Wenn sie nicht genügend ausgelastet sind oder es kein anderes Spielzeug gibt, suchen sich Hunde selbst etwas, was sich zum zerbeißen und herumtragen eignet. Schnürsenkel und Laschen sind zudem eine äußerst spannende Angelegenheit für Hunde.

Damit der Hund die Fußbekleidung nicht als Beschäftigungsobjekt gebraucht, sollte daher genügend geeignetes Hundespielzeug zur Verfügung stehen. Dieses muss für den Hund attraktiver sein als Schuhe und Socken. Durch gezielten Einbau der Sachen in das tägliche Training oder die Spielzeit, kann dies erreicht werden. Wenn der Hund sein eigenes Spielzeug benutzt oder bringt, muss diese Handlung positiv verstärkt werden.

Wichtig ist es, die Aufmerksamkeit des Hundes auf die erlaubten Spielsachen zu lenken und im beizubringen, dass diese Objekte mit etwas Schönem verbunden sind, wie Leckerlies oder ein tolles Spiel! Das Hundespielzeug muss für das Tier viel interessanter werden, als der Schuh oder ähnliches. Es muss für ihn eine echte und viel lohnenswertere Alternative darstellen! Dann wird er die anderen Sachen, wie Schuhe und Socken, wahrscheinlich eh links liegen lassen.

Wird der Hund täglich ausreichend gefordert und beschäftigt, kommt zudem gar nicht so schnell eine Zeit der Langeweile auf in der sich der Hund „Blödsinn“ einfallen lässt.

Zu viele Versuchungen

Damit der Hund gar nicht erst in Versuchung kommt, sich Schuhe, Socken und Co. zum Spielen zu schnappen, sollte am besten nichts davon in seiner Nähe herumliegen. Schuhe können beispielsweise in ein höher gelegenes Regal gestellt oder in einen abschließbaren Schuhschrank verstaut werden. Socken sollten gar nicht erst auf dem Fußboden liegen gelassen werden, sondern gleich in den Wäschekorb wandern. Wenn es im Haus viele Dinge gibt, die aus Sicht des Hundes ein gutes Spielzeug abgeben würden, diese Dinge aber gar nicht für ihn gedacht sind, fällt es dem Tier schwerer, davon die Pfoten zu lassen. Auch wenn der Hund eigentlich weiß, dass die Gegenstände für ihn tabu sind, könnte er vielleicht irgendwann der Versuchung nicht wiederstehen.

Apportieren

Viele Hunde lieben es, Dinge zu apportieren. Einige Rassen wie z.B. Golden Retriever oder Labrador Retriever neigen ganz besonders dazu, ein ausgeprägtes Apportierverhalten zu besitzen. Bei ihnen werden die Objekte nicht immer unbedingt zerkaut, sie tragen sie vorsichtig mit den Fangzähnen umher und bringen sie zum Menschen oder an einen sicheren Platz. Meist geben diese Hunde ihre apportierten Gegenstände aber auch wieder her. Ist dies nicht der Fall, könnte es sich um folgendes Problem handeln:

Ressourcenverteidigung:

Bunkert der Hund die eroberten Gegenstände regelrecht, z.B. in seinem Körbchen, kann es leicht zu Aggressionen kommen, wenn der Besitzer versucht, ihm die Dinge wieder weg zu nehmen. Der Hund seine „Beute“ beschützt spricht man auch von „Ressourcenverteidigung“. In diesem Fall wird man dem Hund nicht, wie oben beschrieben, das Spielzeug einfach wegnehmen können, ohne die eigene Gesundheit zu riskieren. Zeigt der Hund das Verhalten der Ressourcenverteidigung, kann es sogar noch schlimmer werden, wenn ihm die Ressource einfach weggenommen wird. Der Hund wird darin bestärkt, dass der Mensch eine Gefahr für seine „Beute“ darstellt.

Statt dem Hund seine eroberten Gegenstände einfach wegzunehmen, ist es sinnvoller ihm etwas zum Tauschen anzubieten. Damit das Thema Ressourcenverteidigung nicht zum richtigen Problem wird und der Hund jedes Mal Aggressionen zeigt, sobald ihm etwas weggenommen werden soll, kann das Ausgeben eines Gegenstandes auf Kommando geübt werden. Dies ist vor allem auch dann hilfreich, wenn der Hund Müll findet und ein sofortiges Ausgeben notwendig ist!

Um Ressourcenverteidigung im Vorwege zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Hund lernt, dass etwas Gutes passiert, wenn er eine Ressource auf Kommando abgibt. Beim gehorsamen Abgeben des Gegenstandes wird der Hund mit einem Leckerli belohnt. Er hat also etwas davon, wenn er seine Beute hergibt. Auch wenn ihm ein anderer Gegenstand zum Tausch geboten wird, steht er danach nicht mit leeren Pfoten da.

Eine Ressourcenverknappung, wenn dem Hund keine Spielsachen zur Verfügung stehen, erhöht die Gefahr, dass der Hund, wenn er an eine Ressource kommt, diese auch verteidigt. Deshalb sollte diesen Hunden lieber mehrere Spielzeuge zur Verfügung gestellt werden, damit er sich nicht auf eine Ressource fixiert oder gar, um beim Thema Schuhe und Socken zu bleiben, alternativ eine Ressource sucht, die so gar nicht für ihn bestimmt war.

Achtung: Sollte der Hund bereits deutlich aggressiv seine Ressourcen verteidigen, ist es ratsam, sich für das Training einen erfahrenen Hundetrainer zu suchen, um einen gezielten Trainingsplan zu erarbeiten. Dabei muss vor allem auch ein Augenmerk auf das Reduzieren des Verletzungsrisikos, z.B. wenn der Hund zuschnappt, gelegt werden.

Falsche Erziehung

Gewöhnt man Hunden an, dass sie mit ausrangierten Schuhen und Socken spielen dürfen, ist es oftmals sehr schwer ihnen deutlich zu machen, dass die neueren, noch in Benutzung befindlichen Schuhe aber tabu sind. Der Hund wird den Unterschied nicht verstehen. Aus diesem Grund sollte man alte, ausrangierte Schuhe und Socken gar nicht erst als Hundespielzeug verwenden, sondern lieber etwas nutzen, was sich gänzlich von Schuhen und Socken unterscheidet.

Zu wenig Aufmerksamkeit

Hunde, die sich nicht genügend beachtet fühlen, versuchen dem Menschen zu gefallen, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Einige spulen ihr gesamtes Trick-Repertoire ab, andere suchen die Nähe und kuscheln sich an.

Gelingt dies nicht, greifen einige Hunde auf Dinge zurück, von denen sie wissen, dass sie tabu sind. Durch das Stibitzen und Kauen auf Schuhen, zieht der Hund zwar den Missmut des Menschen auf sich, jedoch ist Schimpfen auch eine Form der Aufmerksamkeit. Versucht man anschließend noch, das Spielzeug aus dem Maul zu ziehen, kann der Hund dies als Aufforderung zum Zieh- und Zerrspiel sehen und macht das Klauen von Schuhen nochmal umso attraktiver. Er fühlt sich in seinem Handeln bestätigt, dass der Diebstahl von verbotenen Gegenständen zur Beachtung durch den Menschen führt.

Natürlich ist es wichtig, dass dem Hund viel Aufmerksamkeit zuteilwird. Tägliche, Spiel und Kuscheleinheiten sind für die sozialen Tiere sehr wichtig. Hunde binden sich sehr stark an ihre Menschen und brauchen einen festen Platz in ihrem sozialen Umfeld. Trotzdem kann der Hund nicht ständig im Mittelpunkt stehen und muss daher lernen, sich zu benehmen, wenn es gerade einmal nicht um ihn geht. Hilfreich ist es, dem Hund für diese Situationen einen Platz zuzuweisen, an dem er sich wohl fühlt. Dafür reicht teilweise schon eine einfache Decke oder ein Hundekorb in einer ruhigen Ecke des Raumes. Viele Hunde lieben es auch, in einer offenen Hundebox zu liegen. Sie dunkelt ab und dämpft die Umgebungsgeräusche.

Der Hund muss diesen Platz mit etwas positivem verknüpfen und als seinen Rückzugsort ansehen, nicht als Strafplatz. Dafür kann am Anfang für jedes Ablegen an dieser Stelle auf Befehl, eine Belohnung gegeben werden. Für Hunde, die gerne Kuscheln, reicht es aus, am Anfang immer an diesem Platz mit ihnen zu schmusen. Andere Hunde kann man mit einem Leckerli für das ruhige Liegenbleiben belohnen. Auch Kauartikel dürfen an diesem Platz gegeben werden. Die Länge der „Ruhezeit“ an diesem Platz wird dann kontinuierlich gesteigert.

Damit der Hund an diesem Ort zur Ruhe kommt und im besten Fall sogar schläft oder döst, nachdem er dorthin geschickt wurde, sollte ihn dort niemals jemand stören. Auch wildes Spielen ist an diesem Platz absolut tabu. Sollten Kinder im Haus wohnen, müssen sie lernen, dass der Hund, sobald er auf diesem Platz liegt, in Ruhe gelassen wird.

Zahnschmerzen

Besonders Welpen, die sich im Zahnwechsel befinden, suchen sich Dinge zum drauf herumkauen. Sie massieren dadurch das Zahnfleisch, um die Schmerzen zu reduzieren und versuchen die lockeren Zähne los zu werden. Mit geeignetem Kauspielzeug kann hier Abhilfe geschaffen werden und die Schuhe bleiben verschont.

Zeigen Hunde allgemein Anzeichen von Zahnschmerzen, sollte jedoch der Gang zum Tierarzt erfolgen! Mögliche Symptome für Zahnprobleme beim Hund können zum Beispiel sein:

  • Sehr langsames Fressen
  • Futterverweigerung
  • Abnorme Kaubewegungen
  • Futter fällt beim Fressen aus dem Maul
  • Starkes Speicheln

Hundewelpe kaut auf Schuh herum
Besonders Welpen im Zahnwechsel kauen gerne auf Schuhen herum.

Verhaltensstörung

Wenn Hunde nicht mehr nur auf Schuhen, Socken oder anderen Gegenständen herumkauen, sondern diese verschlucken, ist äußerste Vorsicht geboten! Hier sollte rechtzeitig der Tierarzt aufgesucht werden. Wurde der Gegenstand gerade erst runter geschluckt, besteht manchmal die Möglichkeit den Brechreiz beim Hund auszulösen, damit das Objekt wieder herausgewürgt wird. Klappt dies nicht ist manchmal auch eine Operation nötig, um einen lebensgefährlichen Darmverschluss zu vermeiden.

Teilweise geschieht das Verschlucken von Gegenständen nicht nur aus Versehen, sondern kann auch eine Verhaltensstörung (Pica-Syndrom) sein. Hunde mit Pica-Syndrom haben das Verlangen danach ungenießbare Stoffe und Gegenstände wie Erde, Steine, Holz oder ähnliches zu fressen. Auch das Fressen von Kot (Koprophagie) könnte man dazu zählen. Das Verhalten ist den Hunden nur schwer abzugewöhnen und bedarf viel Geduld und ein sehr strenges Training.

Hinweis: Dieser Artikel stellt nur eine kleine Übersicht über die Thematik dar. Bei Problemen mit dem Verhalten des Hundes und der entsprechenden Erziehung, ist dies kein Ersatz für einen professionellen Hundetrainer.

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Autor dieses Artikels: Johanna

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