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Warum heulen Hunde?

18.11.2019 12:58

Nicht nur Wölfe, sondern auch unsere Haushunde heulen manchmal. Der Kopf wird dafür weit in den Nacken gelegt und der „Hunde-Singsang“ beginnt. In einigen Situationen ist das Heulen besonders häufig bei Hunden zu beobachten - oder in diesem Fall zu hören! Ertönt eine Feuerwehrsirene, stimmen viele Hunde mit ein und heulen geradezu um die Wette. Doch warum ist das eigentlich so?

heulender Hund

Heulen als Bestandteil der Kommunikation

Das Heulen ist bei Hunden, genauso wie Bellen, Knurren und Winseln, ein Teil ihrer Kommunikation. Einige Hunde heulen eher selten, andere wiederum ziemlich oft. Zu den Hunden die häufig in den „Hundegesang“ einstimmen zählen beispielsweise Basset Hounds, Beagle, Dackel und Huskys.

Je nach Situation kann das Heulen unterschiedliche Gründe haben:

Kontaktheulen

Eine Feuerwehrsirene, Kirchenglocken oder ein Martinshorn sind typische Auslöser für das Heulen. Bei manchen Hunden sorgen auch die Klänge einiger Musikinstrumente, wie Geige, Trompete oder Mundharmonikas, dafür, dass der Heulgesang beginnt.

Als Grund dafür wird angenommen, dass Hunde diese, für uns Menschen teilweise unangenehmen Klänge, als Lautäußerungen von Artgenossen einordnen. Die Tonfrequenzen ähneln denen von Hundegeheule. Sie stimmen in das vermeintliche Geheule mit ein, um ihre Zugehörigkeit zum Rudel zu signalisieren. Gemeinsames Heulen fördert den sozialen Zusammenhalt der Tiere.

Aus diesem Grund wird Hundehaltern empfohlen auch gerne mal in das Heulen des Hundes mit einzustimmen. Dies kann die Bindung zum Hund stärken, da bei unseren Haushunden der Mensch als Bezugsperson ein Teil seines „Rudels“ ist.

Bei Wölfen wird das Heulen aber auch genutzt um den anderen Rudelmitgliedern den eigenen Standort mitzuteilen. Auch als Warnung des Rudels vor einer Gefahr kann ein Wolf das Heulen nutzen.

Revier markieren

Ein Hund markiert sein Revier nicht nur mit Duftnoten aus Urin, sondern kann auch über das Heulen deutlich machen, dass er der Chef auf dem Grundstück ist. Dieses „Territorialheulen“ erfolgt bei Wölfen oft im Rudel, um ihre Macht zu signalisieren und deutlich zu machen: „Dies ist unser Revier!“

Einsamkeit / Stress

Nicht jeder Hund kommt mit dem Alleinsein Zuhause gut klar. Als Rudeltier liegt es eigentlich nicht in ihrer Natur ohne Gesellschaft zu sein. Trotzdem ist es manchmal unumgänglich, dass der Hund für einige Zeit alleine zuhause bleiben muss. Verlässt der Hundebesitzer die Wohnung, bedeutet dies für einige Hunde dann großen Stress und sie beginnen zu Bellen, zu Heulen oder zerstören aus Frust sogar Teile der Wohnungseinrichtung. Dies kann durch Trennungsangst oder durch den Kontrollverlust geschehen, da der Hund nun nicht mehr jeden Schritt seines Besitzers beobachten kann.

Ein gezieltes Training kann jedoch dabei helfen, dem Hund beizubringen, dass es kein Problem ist, wenn ihr Mensch ab und zu weg ist. Die Situation muss für den Hund stressfrei sein, damit er das Heulen unterlässt.

Paarungsbereitschaft

Rüden, die eine läufige Hündin wittern, beginnen mit dem Heulen, um auf sich Aufmerksam zu machen. Sie wollen das Interesse der Hündin auf sich lenken und bringen ihr sozusagen ein kleines Ständchen.

Schmerzen

Heulen kann manchmal auch ein Hinweis auf ein gesundheitliches Problem oder gar Schmerzen sein. Vor allem wenn der Hund sonst eher von der stillen Sorte ist und auf einmal losheult, ist eventuell eine Untersuchung des Hundes durch einen Tierarzt sinnvoll.

heulende Huskys
Bei Huskys ist das Heulen häufiger zu beobachten, als bei manch anderen Rassen.

Hat das Heulen etwas mit dem Mond zu tun?

Das typische Bild: Vollmond und ein heulender Wolf. Hängt dies miteinander zusammen?

Eigentlich nicht! Da der Wolf bzw. der Hund den Kopf beim Heulen jedoch weit in den Nacken legt, sieht es tatsächlich so aus, als würde er nach oben in den Himmel gucken. Da Wölfe zudem häufig in der Nacht heulen, verfestigte sich das Bild des Wolfes, der den Mond anheult.

Tatsächlich ist es wohl aber so, dass die Stille der Nacht eine bessere Hörbarkeit des Heulens in der Ferne ermöglicht. Wird der Kopf in den Nacken gelegt, kann die Reichweite der Schallwellen zusätzlich erhöht werden. Der Vollmond und das Heulen eines Wolfes hängen daher eigentlich nicht miteinander zusammen. Trotzdem bleibt das Bild von Wolf und Mond im Kopf. In der nordischen Mythologie ist sogar die Rede von einem Wolf mit Namen „Hati“, der den Mond verfolgt. Sein Zwillingsbruder „Skalli“ verfolgt hingegen die Sonne.

Autor dieses Artikels: Johanna

Kommentare

Wir haben seit 01.03.2020 einen rumänischen Strassenhund, 6 Jahre, ca. 29 kg, aus dem Tierheim. Toby ist ein Mischling, vermutet wird Labrador/Schäferhund/Münsterländer/Windhund/Galgo. Seit ca. 4 Wochen heult er uns an, wenn wir kommen, wenn wir gehen, und zwischendurch kommuniziert er auch ab und zu mit uns, in dem er Heultöne von sich gibt. Wir heulen dann jedesmal zurück.Beim Gassigehen heult er ab und an auch mal Hunde an, die uns entgegenkommen. Ein Schäferhund hat das Heulen ignoriert und ist auf Tobys Rücken mit den Vorderpfoten gesprungen. Toby hat den Rüden im Genick gepackt, festgehalten und langsam zu Boden gedrückt. Zum Glück hat Toby ihn nicht verletzt. Muss dazu sagen, dass Toby immer an der Schleppleine ist. Fazit : Wir haben vorher noch nie einen Hund mit Wolfsgeheul gehabt. Interessante Erfahrung!!!

Dagmar Schiemann, 29.06.2020 13:35

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Ich bin kein Roboter. Foo Bar Bazz