Wie Sie das stumpfe Fell Ihres Hundes wieder zum Glänzen bringen

17.01.2017 12:19
Glänzendes und gepflegtes Hundefell sieht nicht nur schön aus, gleichermaßen verbinden wir damit, dass sich unser Hund bester Gesundheit erfreut. Das Fell des Hundes schützt nicht nur vor Verletzungen, Witterungs- und Umwelteinflüssen wie beispielsweise Sonnenstrahlen, es stellt auch die Barriere zur Außenwelt dar und zeigt ebenso Mängel oder Erkrankungen, welche von innen her rühren, an. So dient die Haut unseres Vierbeiners ebenfalls als Entgiftungsorgan und kann somit wertvolle Hinweise auf das Befinden unseres Hundes liefern. Welche typischen Merkmale Sie aufgrund von Aussehen und Fellbeschaffenheit beachten sollten und wann der Gang zum Tierarzt angezeigt ist, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Stumpfes, glanzloses Hundefell - Erkennen Sie die Ursachen

Stumpfes, glanzloses Hundefell und/ oder kahle Hautstellen zeigen eindeutig, wie es Ihrem Hund geht. Es ist immer ein Indiz dafür, dass etwas nicht stimmt. Als verantwortungsvoller Tierhalter gilt es nun, die Ursache dafür herauszufinden und im Zweifelsfall lieber einmal mehr zum Veterinär zu gehen.

Welche Rolle spielt die Ernährung des Hundes?

Einer der wohl häufigsten Gründe für stumpfes Fell ist die Ernährung des Vierbeiners. Unnötige Zusatzstoffe, ein zu hoher Anteil an Getreide, sowie ein zu geringer Fleischanteil können zu Mängeln führen. Für eine optimale Vitaminaufnahme wird die zusätzliche Gabe von hochwertigen Ölen, mit einem hohen Anteil an Omega- 3- Fettsäuren, zur täglichen Futterration empfohlen. Viele Hundebesitzer schwören auch auf die Beimengung eines rohen Eis unter das Futter, einmal wöchentlich. Dadurch soll das Fell ganz besonders glänzen. Eine artgerechte und gesunde Ernährung können Sie schnell selbständig kontrollieren. Vielleicht benötigt Ihr Hund ein Mehr an Vitaminen, wie z.B. Biotin. Besonders zu Zeiten des Fellwechsels sind erhöhte Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen manchmal sinnvoll. Zur Abklärung bedarf es einer kleinen Blutentnahme und der genauen Überprüfung des Tierarztes. So können Sie Ihren Hund gezielt unterstützen.

Altbewährt und ausgesprochen wichtig - die Fellpflege

Die Fellpflege Ihres Vierbeiners ist besonders wichtig. Diese dient weniger der Optik, denn der Gesunderhaltung des Hundes. Mit der passenden Bürste, je nach Felltyp, entfernen Sie nicht nur Schmutz und abgestorbene Hautschuppen und Haare, Sie regen aufgrund der Massage auch die Durchblutung an und stärken das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihren Gefährten. Also genießen Sie die gemeinsamen Momente, haben Sie doch gleichzeitig die Kontrolle, dass mit Fell- und Haut alles in Ordnung ist. Das Baden der Hunde wird allerseits diskutiert. Die meisten Hunde lieben Wasser, allerdings in Form von Seen und Teichen…die Badewanne zu Hause findet nur bei starken und groben Verunreinigungen ihren Einsatz. Hier sollten spezielle Hundeshampoos benutzt werden, die auf den ph Wert der Hundehaut abgestimmt sind. Anschließend sollte der Hund getrocknet oder geföhnt werden. Im Sommer bietet sich ein Plätzchen in der Sonne an. Nicht immer sind die Ursachen für Fellabschürfungen schwerwiegend, manchmal treten Scheuerstellen direkt dort auf, wo das Geschirr oder Halsband des Hundes aufliegt. Eine andere Größe oder ein anders Material sollten hier Abhilfe schaffen.

Ungebetene Gäste im Fell Ihres Hundes

Schuppen, aufgeschürfte und wunde Haut, gepaart mit unerträglichem Juckreiz können auf einen Parasitenbefall des Hundes hinweisen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Es kann sich um einen Ektoparasiten handeln - also Parasiten, die Ihren Hund von außen, oder um Endoparasiten, also von innen, befallen. Zu den Ektoparasiten zählen beispielsweise Milben, Haarlinge und Flöhe. Hier deutet neben Fellbeschaffenheit und Aussehen, maßgeblich das Verhalten des Tieres auf einen möglichen Befall hin.

Viele Parasiten ernähren sich von Hautschuppen, so dass hier schnelles Handeln besonders gefragt ist. Mit der milden Hautformel lindern Sie nicht nur den starken Juckreiz Ihres Hundes, zusätzlich pflegen Sie die gereizte Haut und die Schuppen können sanft entfernt werden. So werden den Lästlingen gleichzeitig die Nahrungsgrundlage entzogen.

Zu den Endoparasiten zählen unterschiedlichste Arten von Würmern. Hier wird Ihr Veterinär eine für Ihren Hund geeignete Wurmkur und das weitere Vorgehen empfehlen. Grundsätzlich können stumpfes Fell und erkrankte Haut immer auch auf organische Erkrankungen hinweisen und gehören somit fachärztlich abgeklärt. Haut-und Fellerkrankungen des Hundes können beispielsweise Hormonstörungen anzeigen, oft nennen Experten hier die Schilddrüsenunterfunktion. Aber auch Allergien oder Erkrankungen, die eine optimale Futterverwertung unmöglich machen, sind denkbar. Beobachten Sie Ihren Liebling. Besonders sensible Tiere können mit Haut-und Fellveränderungen auch auf Stress reagieren.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern eine gesunde und glänzende Zeit!

Literaturquellen und weiterführende Informationen:

Autor dieses Artikels: Stephanie

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