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Hund vs. Postbote – zwei Rivalen?

06.01.2020 13:52

„Hunde mögen keine Postboten!“ – Diesen Spruch hört man häufig. Doch ist an dem Klischee etwas Wahres dran?

Einige Hunde spielen tatsächlich verrückt, sobald sich ein Postbote, Pizzabote oder andere Zusteller dem Grundstück nähern. Manchmal kann das Betreten des Grundstücks für einen Lieferanten sogar gefährlich werden. Doch warum mögen viele Hunde keine Postboten und Co. und wie kann man eine Konfrontation der beiden vielleicht vermeiden?

Hund in einem Briefkasten

Hunde haben im Grunde meist nichts persönlich gegen Brief-, Paket- oder Pizzazusteller. Es ist eigentlich keine Gruppe von Menschen, denen sie generell feindlich gesinnt sind. Trifft man mit seinem Hund bei einem Spaziergang auf eine Person, die von Beruf Postbote ist, wird der Hund dies wohl nicht erschnüffeln können und deshalb vermutlich auch nicht aus Prinzip auf den selbigen losgehen. Die besondere Situation, die bei einem Hund Aggressivität gegenüber Postboten auslösen kann, entsteht vielmehr zuhause, wo der Hund sein Revier hat.

Revier verteidigen

Eine fremde Person, die das Grundstück betritt, ist für den Hund erst einmal ein Eindringling in sein Revier. Meist stellt sich für den Hund schnell heraus, ob die unbekannte Person willkommen ist oder nicht. Handelt es sich bei der Person um Besuch für den Hundebesitzer, wird dieser meist freudig an der Tür begrüßt und anschließend herein gebeten. Der Hundebesitzer ist entspannt und signalisiert dem Hund, dass alles in Ordnung ist und die fremde Person keine Bedrohung darstellt.

Das Verhalten eines Postboten kann hingegen für einen Hund verwirrend erscheinen. Er betritt auf einmal das Grundstück, das Revier des Hundes, geht zielstrebig zum Haus und verschwindet dann wieder. Dies kann Misstrauen beim Hund wecken. Einige Hunde bellen dann aus Unsicherheit, als Warnung oder vielleicht auch aus Angst gegenüber dem Postboten, weil sie das Verhalten nicht einordnen können. Wird die Person dadurch quasi "in die Flucht geschlagen", lernt der Hund, dass das Bellen hilft, um den Eindringling loszuwerden. Er versteht nicht, dass der Postbote so oder so wieder gegangen wäre. Kommt die Person am nächsten Tag einfach wieder, kann dies den Hund irritieren und er reagiert vermutlich vorsorglich wieder mit Bellen. Diesmal vielleicht etwas kräftiger, um der Sache mehr Nachdruck zu verleihen. Dies kann sich irgendwann bis hin zu richtiger Aggressivität steigern. Weiß der Hund sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen, weil die fremde Person trotz Bellen einfach immer wiederkommt, kann es passieren, dass er dann irgendwann womöglich sogar zuschnappt.

Hunde riechen Angst

Nicht nur der Hund kann Angst vor der fremden Person haben. Umgekehrt gibt es auch Postboten und Co., die Angst vor Hunden haben. Wer vielleicht einmal schlechte Erfahrungen mit einem Hund gemacht hat und dann ein Grundstück mit einem vielleicht schon bellenden Tier betreten soll, verströmt die Angst in Form von Duftstoffen, sogenannten „Pheromonen“. Diese soll der Hund mit seiner feinen Nase tatsächlich wahrnehmen können. Eine ängstliche Person, kann einen Hund durch diesen Duft und seine vor Angst verkrampfte Körperhaltung verunsichern. Vereinzelte Tiere reagieren dann wiederum aggressiv, um sich zu schützen.

Dreht die Person sogar um und versucht vor dem Hund davon zu laufen, kann dies zusätzlich den Jagdtrieb des Hundes herausfordern und er wird hinterher rennen. Stehenbleiben und in die Augen starren, könnte der Hund als Herausforderung oder Drohung wahrnehmen.

Verwirrender Geruchsmix

Hunde riechen nicht nur die Angst des Postboten, sie nehmen auch die vielen verschiedenen Gerüche wahr, die an seiner Kleidung und vielleicht sogar den Briefen und Paketen haften. Da er täglich viele verschiedene Grundstücke betritt, bringt er einen vielseitigen Geruchsmix mit. Dieser kann einen Hund verwirren und Misstrauen gegenüber, der in seinen Augen vielleicht merkwürdig riechenden Person, wecken.

Das Postboten-Training

Für das richtige Verhalten beim Zusammentreffen mit einem Hund erhalten einige Postboten und andere Zusteller teilweise sogar ein spezielles Training. Ihnen wird beigebracht, wie sie auf einen heranlaufenden Hund reagieren müssen. Ruhe bewahren, stehen bleiben, mit dem Hund sprechen, nicht in die Augen starren und nicht wegrennen, sind einige der Themen, die dort angesprochen werden.

Training des Hundes

Auch wenn ein Postbote sich einem Hund gegenüber richtig verhält, kann es zu den oben beschriebenen, negativen Konfrontationen kommen. Daher ist auch die richtige Erziehung des Hundes ein wichtiger Aspekt für eine friedliche Koexistenz von Zustellern und Hunden.

Hat ein Hund erstmal eine aggressive Haltung gegenüber Postboten und Co. entwickelt, kann es für die Personen richtig gefährlich werden. Aus diesem Grund ist ein frühzeitiges Eingreifen durch den Hundebesitzer wichtig. Hier ist ein gezieltes Training sinnvoll. Je eher einem Hund beigebracht wird, dass Postboten und andere Zusteller keine Bedrohung darstellen, desto besser. Ein Briefträger hat meistens immer den gleichen Bezirk zu bearbeiten. Hier kann es helfen, den Hund mit der Person bekannt zu machen. Durch beispielsweise ein Leckerli, kann der Hund die Person mit etwas positivem in Verbindung bringen und reagiert gelassen, wenn sie dann tagtäglich wieder kommt, um die Post zuzustellen.

Schwieriger ist die Situation mit Zustellern, die nur einmalig für eine Lieferung vorbeikommen. Hier ist eventuell ein spezielles Training nötig, um dem Hund beizubringen, dass auch von diesen Personen keine Gefahr ausgeht. Das Training muss individuell auf den Hund angepasst werden, da die Gründe für das aggressive Verhalten verschieden sein können und die Vorgeschichte des Tieres berücksichtigt werden muss.

Konfrontationen vermeiden

Die einfachste Methode eine Konfrontation zwischen Postboten und Hunden zu verhindern ist sicherlich zu vermeiden, dass sich deren Wege auf dem Grundstück überhaupt kreuzen.

Steht der Briefkasten beispielsweise direkt an der Grundstücksgrenze und außerhalb des Zauns, muss ein Postbote das Revier des Hundes nicht einmal betreten. Werden Briefe durch den Briefschlitz an der Eingangstür zugestellt, kann es helfen, den Hundekorb, als wichtiger Rückzugsort des Tieres, nicht direkt neben dieser Tür zu positionieren. Auf diese Weise wird er durch das Einwerfen der Post nicht so sehr gestört.

Haftung im Schadensfall

Jeder Hundebesitzer sollte einem Postzusteller ermöglichen, die Zustellung von Briefen und Paketen gefahrlos zu erledigen. Es ist einfach nicht jeder Mensch begeistert, wenn er auf einen Hund trifft. Sollte jemand sogar Angst vor Hunden haben, ist es nett, wenn darauf Rücksicht genommen wird. Sicherlich ist es auch nicht die Aufgabe eines Zustellers, sich den Weg zum Briefkasten oder der Haustür „frei zu kämpfen“. Soll sich der Hund trotzdem ungehindert auf dem Grundstück bewegen können, sollten deswegen andere Wege gefunden werden, um ein Aufeinandertreffen zu vermeiden.

Kommt es tatsächlich zu einer Verletzung des Zustellers durch den Hund, ist es sogar möglich, dass der Hundehalter die Verantwortung dafür trägt und für eventuelle Schäden haften muss. Ein weiterer Grund also, warum dafür Sorge getragen werden sollte, dass Zusteller ihre Lieferung abgeben können, ohne von einem Hund belästigt zu werden. Dies bedeutet sicherlich weniger Stress für beide Seiten, für den Postboten und für den Hund.

Autor dieses Artikels: Johanna

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